ÖEHV-Kantersieg gegen Niederlande ebnet Showdown

8. Februar 2013, 22:08
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Nationalteam besiegt Niederlande mit 6:1 und fiebert dem Endspiel gegen Deutschland entgegen

Sotschi/Bietigheim-Bissingen - Österreichs Eishockey-Nationalmannschaft steht beim Olympia-Qualifikationsturnier in Bietigheim-Bissingen wie erhofft vor einem "Finalspiel". Die ÖEHV-Auswahl deklassierte am Freitag Außenseiter Niederlande mit 6:1 (5:0,1:0,0:1) und spielt damit am Sonntag (15.15/live ORF Sport plus) gegen Gastgeber Deutschland um das Ticket für Sotschi 2014. Die Österreicher machten bereits im ersten Drittel mit fünf Treffern alles klar.

Teamchef Manny Viveiros musste Umstellungen vornehmen, da sich Manuel Latusa im Auftaktspiel gegen Italien (3:2) einen Bändereinriss im Knie zugezogen hatte und zumindest für dieses Wochenende ausfällt. Im Tor setzte Viveiros wieder auf Einsertorhüter Bernhard Starkbaum, der allerdings im Unterschied zum Vortag einen ausgesprochen geruhsamen Nachmittag erlebte.

Denn die Niederlande waren den gegenüber dem Italien-Match klar verbesserten Österreichern hoffnungslos unterlegen. Kapitän Thomas Koch (6.), sowie die Brüder Michael und Thomas Raffl mit einem Doppelschlag innerhalb von 35 Sekunden (9.) sorgten bereits nach 8:50 Minuten für eine schnelle 3:0-Führung. Nach weiteren Treffern von Daniel Oberkofler (15.), der sein drittes Turniertor erzielte, und neuerlich Koch (18.) ging es mit einem 5:0 in die erste Pause.

Welser out, historische Pleite für Deutschland

Wermutstropfen des Startdrittels war allerdings eine Verletzung von Center Daniel Welser, der nach einem Check mit Verdacht auf Gehirnerschütterung nicht mehr auf das Eis zurückkehrte. Mit der klaren Führung im Rücken schalteten die Österreicher zurück. Matthias Trattnig erhöhte auf 6:0 (33.), in der Schlussphase gelang Mith Bruijsten im Powerplay der Ehrentreffer (59.).

Für Gastgeber Deutschland setzte es im zweiten Spiel des Tages eine überraschende Niederlage gegen Italien. Für die DEB-Auswahl bedeutete das 1:2 nach Verlängerung die erste Pleite in einem Olympia-Qualifikationsspiel. Deutschland tat sich über die gesamte Spielzeit gegen den italienischen Außenseiter schwer und musste schon im ersten Drittel den Rückstand durch Sirianni (11.) hinnehmen. Zwar konnte Flaake (14.) für die Gastgeber kurz darauf ausgleichen, doch schafften es die Favoriten in den darauffolgenden Dritteln nicht mehr zum Erfolg zu kommen. In der Verlängerung schoss dann Nathan di Casimirro die Italiener in der 63. Minute im Powerplay zum Sieg.

Am Sonntag kommt es damit zum direkten Duell zwischen Österreich und Deutschland um das Ticket für Sotschi 2014. Italien ist schon vor dem Schlusstag ohne Chance. Österreich geht als Tabellenführer und mit zwei Punkten Vorsprung in das "Finale". Das bedeutet, dass der ÖEHV-Auswahl ein Remis nach 60 Minuten zur Qualifikation reicht. Deutschland, das zuletzt 1948 (aus politischen Gründen) bei Olympia gefehlt hat, muss die Partie nach 60 Minuten gewinnen, um nächstes Jahr in Russland dabei zu sein. Eine ähnliche Konstellation hat es schon vor vier Jahren gegeben, als sich Deutschland in Hannover dank eines 2:1-Erfolgs das Ticket für Vancouver 2010 holte. (APA/red 08.02.2013)

Ergebnisse der Eishockey-Olympia-Qualifikation vom Freitag - Gruppe D in Bietigheim-Bissingen:

  • Österreich - Niederlande 6:1 (5:0,1:0,0:1). Bietigheim-Bissingen, 4.100.
    Tore: Koch (6., 18.), M. Raffl (9./PP), Th. Raffl (9.), Oberkofler (15.), Trattnig (33.) bzw. Bruijsten (59./PP).

Österreich: Starkbaum - Trattnig, A. Lakos; Unterluggauer, F. Iberer; Altmann, Schumnig; R. Lukas - M. Raffl, Koch, Baumgartner; M. Iberer, Welser, M. Ulmer; T. Raffl, Schuller, Hundertpfund; Rotter, Oberkofler, Peintner

  • Italien - Deutschland 2:1 n.V. (1:1,0:0,0:0;1:0).
    Tore: Sirianni (11./PP), di Casimirro (63./PP) bzw. Flaake (14.).
Tabelle:
1. Österreich     2   2  0  9:3  6
2. Deutschland    2   1  1  6:3  4
3. Italien        2   1  1  4:4  2
4. Niederlande    2   0  2  2:11 0

Modus: Gruppensieger für Sotschi 2014 qualifiziert.

Bisher gespielt: Österreich - Italien 3:2, Deutschland - Niederlande 5:1.

  • Martin Ulmer und Co. haben wenig Mühe.
    foto: epa/murat

    Martin Ulmer und Co. haben wenig Mühe.

  • Deutschland schaut durch den Fanghandschuh.
    foto: epa/murat

    Deutschland schaut durch den Fanghandschuh.

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