Starke Schneefälle verursachten Verkehrschaos in Vorarlberg

8. Februar 2013, 17:03
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Staus durch hängen gebliebene Lkw vor allem im Großraum Bregenz - Vorarlberg forderte wegen steigender Lawinengefahr Bundesheerhubschrauber an Bregenz

Bregenz - Große Neuschneemengen haben am Freitag den Verkehr in Vorarlberg zeitweise lahmgelegt. Vor allem auf der Rheintalautobahn (A14), auf den Ausweichrouten im Großraum Bregenz und auf der Arlberg-Schnellstraße (S16) kam es wegen hängen gebliebener Lkw zu kilometerlangen Staus. Erst in den Nachmittagsstunden entspannte sich die Situation langsam. Angesichts der Wetterverhältnisse - in Bregenz lag so viel Schnee wie seit 48 Jahren nicht mehr - hat das Land Vorarlberg einen Bundesheerhubschrauber angefordert. Verbreitet herrschte Lawinengefahr der Stufe 3 "erheblich", lokal stieg sie auf Stufe 4 ("groß").

Vorankommen im Großraum Bregenz schwierig

Die tief winterlichen Verhältnisse machten das Vorankommen für die Verkehrsteilnehmer vor allem im Großraum Bregenz schwierig, wo mehr als 30 Zentimeter Neuschnee hinzukamen. Wegen liegen gebliebener Schwerfahrzeuge kam es zu massiven Problemen, etwa auf Steigungen bei Auf-und Abfahrten der Rheintalautobahn (A14). Auch der Citytunnel war zeitweise gesperrt. Die Asfinag war mit 19 Räumfahrzeugen im Dauereinsatz im Kampf gegen die Schneemassen. Stundenlang versuchten die Einsatzkräfte, die Schwerfahrzeuge auf den schneeglatten Fahrbahnen wieder flott zu bekommen.

Stau durch Urlauberrückreiseverkehr

Dazu kam noch der einsetzende Urlauberrückreiseverkehr. Laut ÖAMTC staute sich der Verkehr vor dem Pfändertunnel auf der A14 in der Folge in Fahrtrichtung Deutschland rund zehn Kilometer zurück, auch auf der Gegenfahrbahn entstanden Fahrzeugkolonnen. Auf die Schwarzachtobelstraße (Bezirk Bregenz) ging ein Schneerutsch nieder, verletzt wurde niemand. Auf der Walgaustraße bei Schlins (Bezirk Feldkirch) geriet ein mit Molke beladener Traktoranhänger über den Fahrbahnrand, hier wurde die Straße gesperrt. Auch die Arlberg-Schnellstraße (S16) war in der Früh kurzzeitig gesperrt, auf allen höher gelegenen Straßen herrschte Kettenpflicht für Lkw.

Bundesheerhubschrauber angefordert

Das Land Vorarlberg forderte unterdessen einen Bundesheerhubschrauber an. "Die jüngsten starken Schneefälle und die steigende Lawinengefahr machen es notwendig, dass wir alle Vorkehrungen für die Sicherheit treffen", erklärte der zuständige Landesrat Erich Schwärzler (ÖVP). Vor allem in den Nordstaulagen, also im Bregenzerwald, Kleinwalsertal und Arlberggebiet, nehme die Lawinengefahr zu und erreiche lokal Stufe 4. Weil weitere Schneefälle angesagt seien, bleibe die Situation heikel. "Es wird deshalb dringend empfohlen, die geöffneten Pisten nicht zu verlassen", so Schwärzler.

Im Laufe des Nachmittags ließen die Schneefälle in Vorarlberg vorerst nach. Die Asfinag konnte die Räumarbeiten auf der Rheintalautobahn abschließen, alle hängen gebliebenen Lkw seien entfernt worden, so Sprecher Alexander Holzedl gegen 16.00 Uhr. Nach wie vor herrschte um den Pfändertunnel jedoch zäher Verkehr, der Rückstau reichte zeitweise bis Dornbirn zurück.

Mit einiger Sorge blickten Asfinag und ÖAMTC auf das kommende Reisewochenende und die Wetterprognose, die für Samstag weitere Schneefälle verhieß. Die Mannschaften der Asfinag blieben in höchster Einsatzbereitschaft. Man appelliere alle Verkehrsteilnehmer, nur mit Winterausrüstung unterwegs zu sein sowie auf Geschwindigkeit und Abstand zu achten, so die Asfinag. Auch der ÖAMTC riet Autofahrern, sich auf die Bedingungen zeitlich und mit entsprechender Ausrüstung einzustellen. (APA. 8.2.2013)

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