Beschneiungsanlagen werden effizienter

8. Februar 2013, 16:54
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Grün-Abgeordnete Brunner kritisiert Ausbaupläne in niedrigen Lagen

Wien - Die Betreiber von Beschneiungsanlagen, ohne die Schneesicherheit für den winterlicher Skitourismus in Österreich häufig nicht mehr gegeben wäre, haben ihre Lektion gelernt. Um nur ja nicht in den Geruch von extremem Wasser- und Energieverbrauch zu kommen, wurde in den letzten Jahren viel in innovative Beschneiungsmethoden investiert.

Dies zeigt jedenfalls die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der Grün-Mandatarin Christiane Brunner bei Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP), der sich bei der Beantwortung im Wesentlichen auf Informationen des Fachverbands der Seilbahnen beruft. Demnach sind in den rund 25.000 Hektar Skigebieten ungefähr 70 Prozent technisch beschneibar. Weil Leistungsfähigkeit und Energieeffizienz der einzelnen Anlagen aber verbessert wurden, hat sich die Zahl der Beschneiungsanlagen in den letzten fünf Jahren kaum erhöht.

Schmelzwasser statt Trinkwasser

Die Zahlen sprechen auch gegen den oft gemachten Vorwurf, Beschneiungsanlagen verursachten enorme Eingriffe in den Wasserhaushalt einer Region. Durch die Errichtung von immer mehr Speicherteichen sei es möglich geworden, die Speicher vorwiegend mit Schmelzwasser, oft aus dem eigenen Skigebiet, zu befüllen. Trinkwasser aus Wasserversorgungsanlagen werde nur in sehr geringem Ausmaß genutzt.

Kritik übt Brunner daran, dass es keine Daten darüber gibt, in welcher Höhe Beschneiungsanlagen installiert werden. In niedrigen Höhen, wo eine sichere Schneelage immer häufiger nicht gegeben ist, sollten ihrer Meinung nach keine Beschneiungsanlagen geplant und schon gar nicht gefördert werden. (Johanna Ruzicka, DER STANDARD; 9.2.2013)

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    Schnee ist mancherorts viel begehrt.

     

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