"New York Times" verdient erstmals mehr mit Lesern als mit Anzeigen

8. Februar 2013, 13:14
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Mediengruppe: Bestätigung für Bezahlmodell bei Online-Lektüre

New York - Das Online-Bezahlmodell der "New York Times" macht sich bezahlt: Zum ersten Mal in ihrer Geschichte seien im vergangenen Jahr die Einnahmen aus Zeitungsverkauf und Online-Abos höher gewesen als die des Anzeigengeschäfts, teilte die Mediengruppe New York Times Company in New York mit. Durch Print- und Online-Leser verdiente die Gruppe 954 Millionen Dollar (704 Mio. Euro), mit dem Anzeigenverkauf 898 Millionen Dollar. Nach einem Verlust von 39,7 Millionen Dollar im Jahr 2011 verbuchte der Konzern 2012 einen Gewinn von 133 Millionen Dollar. Vertragskonditionen der Journalisten wurden verschlechtert und Jobs reduziert

"Die Zahlen zeigen die Bereitschaft unserer Nutzer hier und überall in der Welt, für Journalismus höchster Qualität, für den die 'New York Times' und andere Titel des Unternehmens stehen, zu bezahlen", sagte Unternehmenschef Mark Thompson. Im vierten Quartal sei die Zahl der Online-Abonnenten der "New York Times" und "International Herald Tribune" um 13 Prozent auf 640.000 gestiegen, beim "Boston Globe" um acht Prozent auf 28.000. Online-Leser der Website NYTimes.com müssen seit März 2011 für eine uneingeschränkte Nutzung des Portals zahlen.

Nach dem Vorbild der "New York Times" hatte der deutsche Springer-Verlag im Dezember ein Bezahlmodell für die Online-Ausgabe der Zeitung "Die Welt" eingeführt. Für die "Bild" gibt es ähnliche Pläne. (APA, 8.2.2013, red)

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