Erster Dreamliner-Testflug seit Pannenserie

9. Februar 2013, 22:55
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Die US-Flugaufsicht erlaubt den Betrieb unter strengen Auflagen, nur in bestimmten Zonen und über unbesiedeltem Gebiet

Nach der Pannenserie mit seinem Dreamliner hat der US-Flugzeugbauer Boeing einen ersten Testflug mit dem Großraumflugzeug unternommen. Eine Maschine vom Typ 787 sei am Samstag in Seattle im US-Bundesstaat Washington zu dem etwa zweistündigen Testflug aufgebrochen, teilte das Unternehmen mit. Dieser erlaube es Boeing, "Tests der Leistung der Flugzeug-Batterien während des Flugs vorzunehmen", sagte Boeing-Sprecher Marc Birtel.

Die US-Luftfahrtaufsicht FAA hatte am Donnerstag die Genehmigung für die Tests erteilt. Es gelten aber eine Reihe von Sicherheitsauflagen: Die Flüge dürften etwa nur in bestimmten Zonen über unbesiedeltem Gebiet stattfinden. Die Behörde hatte Mitte Jänner nach Batterieproblemen und weiteren Vorfällen ein generelles Flugverbot für den Dreamliner des US-Herstellers und Airbus-Rivalen verfügt.

Nach einem Brand der Batterie eines Dreamliners und der Notlandung eines anderen müssen derzeit die 787-Langstreckenjets weltweit bei den Airlines am Boden bleiben, bis die Ursache der Probleme gefunden ist. Noch ist völlig unklar, wann das von den Behörden in den USA, der EU und anderen Staaten verhängte Flugverbot aufgehoben werden kann.

Daten sammeln

Die Testflüge sollen dazu dienen, Daten über die Batterien und die elektrischen System zu sammeln, erklärte die FAA. Die US-Sicherheitsbehörde NTSB geht nach bisherigen Untersuchungen davon aus, dass ein Kurzschluss in einer von acht Einzelzellen der Batterie dazu führte, dass Anfang Jänner am Flughafen Boston ein Feuer in einer Maschine von Japan Airlines ausbrach.

Nach dem Flugverbot müssen sich Fluggesellschaften auf eine verspätete Auslieferung ihrer bestellten Dreamliner einstellen. Boeing habe die für April und Juni geplanten Auslieferungen in Frage gestellt, teilte der norwegische Billigflieger Norwegian Air Shuttle am Freitag in Fornebu bei Oslo mit.

Eigentlich sollte Norwegian dann seine ersten beiden Dreamliner-Jets erhalten, die die Gesellschaft über den Flugzeugfinanzierer ILFC geordert hat. Anstelle des neuen Modells wollen die Norweger im Falle einer Verspätung andere Langstreckenflugzeuge leasen, damit die geplanten Flüge nach New York und Bangkok auf jeden Fall stattfinden können. (APA, 8.2.2013)

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