Schlumberger verliert im Weihnachtsgeschäft

8. Februar 2013, 12:30
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Der Dezember blieb unter dem Vorjahr. Wegen der schlechten Weinernte wurden die Preise erhöht

Wien - Für die Sektkellerei Schlumberger ist das Weihnachtsgeschäft diesmal schwächer ausgefallen als 2011. Grund dafür war eine geringere Zahl an Liefer- und Fakturatagen, wodurch zwar der November einer der stärksten Monate der Firmengeschichte war, der Dezember aber nicht an das Vorjahresniveau anschließen konnte. Zu spüren bekommen hat das börsenotierte Unternehmen zudem die konjunkturelle Stagnation im zweiten Halbjahr und das "weiterhin herausfordernde" wirtschaftliche Umfeld, erklärte Schlumberger im Quartalsbericht.

In den ersten neun Monaten 2012/13 - von April bis Dezember - betrug der konsolidierte Außenumsatz nur 176,1 Millionen Euro - absolut ein Minus von sechs Prozent (gegenüber 187,3 Millionen Euro ein Jahr davor). Nach den ersten sechs Monaten hatte der Rückgang freilich rund zehn Prozent betragen - nach drei Quartalen lag man nun also etwas besser. Bereinigt um einen ergebnisneutralen Entkonsolidierungseffekt in Deutschland stand jetzt nach neun Monaten ein Rückgang um 1,7 Prozent zu Buche.

Inlands-Getränkeumsatz sank

Der Inlands-Getränkeumsatz der Wein- und Sektkellerei mit Sitz in Wien sank in den neun Monaten um 1,6 Prozent auf 111,2 Millionen Euro. In Deutschland ging der Umsatz auf 42,8 Millionen Euro zurück, absolut um 18,2 Prozent und bereinigt um 3,1 Prozent. Lediglich der Außenumsatz der Schlumberger Nederland B.V. legte um 0,5 Prozent auf 22 Millionen Euro zu.

Steigerungen beim Getränkeumsatz im Inland gab es nach Unternehmensangaben bei Schlumberger- und Goldeck-Sekt, während sich Hochriegl stabil entwickelt habe. Zulegen konnten auch die Marken der Underberg-Gruppe sowie internationalen Spirituosenmarken und Champagner, ferner auch alkoholfreie Getränken der Marke Sens bzw. Danone Waters.

Im Exportgeschäft konnte Schlumberger nach eigenen Angaben "trotz notwendiger Preisanpassungen mit Anfang des Wirtschaftsjahres" vor allem mit neuen Produkten wie Schlumberger Rose Secco sowie der Spirituose Gurktaler Alpenkräuter wachsen. Expandiert habe man dabei vor allem im Duty-Free- bzw. Travel-Value-Geschäft auf Airports in Österreich und der Schweiz.

Schwache Weinernte

Wegen der schwachen heimischen Weinernte 2012 - mit nur 2,1 nach 2,8 Millionen Hektolitern - und klimabedingten Ertragsausfällen auch in anderen Weinregionen Europas habe man an die Kunden für Anfang 2013 Preisanpassungen kommuniziert, so Schlumberger.

Für das gesamte Gesamtjahr 2012/13 (per 31.3.) erwartet die Schlumberger-Gruppe unverändert ein stabiles Ergebnis bei Absatz und Umsatz, heißt es.

In den ersten neun Monaten der Periode 2012/13, also von April bis Dezember, beschäftigte die Schlumberger-Gruppe durchschnittlich 219 Arbeitnehmer, nach 209 im Jahr davor. Zum Stichtag 31.12. zählte man 224 (212) Beschäftigte. (APA, 8.2.2013)

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