Erhebliche Lawinengefahr in Tirol und Vorarlberg

8. Februar 2013, 11:07
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Neuschneeansammlungen als Hauptgefahr

Die Experten des Landes Tirol und Vorarlberg haben am Freitag vor einer "heiklen" Lawinensituation gewarnt. Die Gefahr wurde verbreitet als erheblich eingestuft.

In beiden Bundesländern galt die Stufe "3" der fünfteiligen Skala. In Vorarlberg könne die Lawinengefahr lokal Stufe 4 erreichen, hießt seitens des Landeswarnzentrale. In den vergangenen beiden Tagen sind im Norden Vorarlbergs bis zu 70 Zentimeter Neuschnee gefallen.

Die Hauptgefahr gehe dabei unverändert von älteren und frischen Triebschneeansammlungen aus, hieß es. Die Triebschneepakete waren laut Experten zumeist spröde und könnten daher relativ leicht als Lawine ausgelöst werden. Es reiche dazu schon geringe Zusatzbelastung, also das Gewicht eines einzelnen Wintersportlers, aus.

Gefahrenstellen lagen in Steilhängen und Kammlagen aller Expositionen. Da diese inzwischen auch oft überschneit seien, könnten sie im Gelände nur schwer erkannt werden, hieß es weiter. Skitouren und Variantenfahrten erforderten daher Erfahrung in der Beurteilung der Lawinensituation. Auch in den kommenden Tagen bleibe die Gefahr meist erheblich. Unerfahrene Wintersportler sollten daher die gesicherten Pisten nicht verlassen.

In Vorarlberg sind für die kommenden Tage weitere Schneefälle angekündigt. Damit werde sich in höheren Lagen die Lawinengefahr nicht verringern, die Situation bleibe weiter heikel, so die Landeswarnzentrale. (APA, 8.2.2013)

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