Kleinere Medikamenten-Packungen, weniger Suizide

8. Februar 2013, 10:58
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Die Einführung kleinerer Paracetamol-Packungen hat zu einem Rückgang der Suizide geführt

London -  Wie Forscher der Universität von Oxford herausfanden, sank die Zahl der Selbsttötungen oder unbeabsichtigten Todesfälle durch Paracetamol zwischen 1998 und 2009 in England und Irland um 43 Prozent. Im Jahr 1998 war eine Regelung eingeführt worden, wonach die Tabletten nur noch in kleineren Packungen verkauft werden dürfen.

Die Maßnahme sei 1998 aus genau dem Grund getroffen worden, dass es eine zu hohe Anzahl von Überdosen mit Paracetamol sowie steigende Zahlen von Todesfällen und Lebertransplantationen wegen einer Vergiftung mit dem Medikament gegeben habe, schrieben die Autoren in ihrem Beitrag für die aktuelle Ausgabe des Fachblatts "BMJ". Paracetamol führt in Überdosis zur Vergiftung und schadet der Leber massiv. Die maximale Dosis für einen Erwachsenen liegt bei drei bis vier Gramm pro Tag.

Weitere Maßnahmen notwendig

Trotzdem gebe es mit durchschnittlich 121 Todesfällen pro Jahr noch zu viele Opfer im Zusammenhang mit Vergiftungen durch Paracetamol - seien sie gewollt oder unbeabsichtigt, schrieb der Psychiater Keith Hawton, Hauptautor der Studie. Er sprach sich daher für weitere Maßnahmen aus, etwa für Packungen mit noch weniger Tabletten oder eine Reduzierung der Konzentration des Medikaments pro Tablette von maximal 500 Milligramm auf 325 Milligramm. (APA/red, derStandard.at, 8.2.2013)

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