Panetta: Obama verhinderte Bewaffnung syrischer Rebellen

8. Februar 2013, 16:41
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Scheidender US-Verteidigungminister: Präsident setzte sich gegen Pentagon durch

Damaskus/Washington- Das US-Militär hat sich nach den Worten von Verteidigungsminister Leon Panetta ursprünglich für eine Bewaffnung der Rebellen in Syrien stark gemacht. Der Pentagon-Chef gab damit nach US-Medienberichten am Donnerstag das erste Mal öffentlich zu, eine Stärkung der Opposition von Machthaber Bashar al-Assad über humanitäre Hilfe hinaus gutgeheißen zu haben.

CIA skeptisch

Eine Arbeitsgruppe der CIA habe aber dann festgestellt, dass die syrischen Rebellen bereits von mit den USA verbündeten Golfstaaten mit Waffen versorgt würden und eine Belieferung durch die USA kein schnelleres Ende des Konflikts bewirken werde. Außerdem sorgten sich die Geheimdienstler, dass das Kriegsmaterial den USA feindlich gesonnenen Kämpfern in die Hände fallen könne. Präsident Obama habe sich deshalb gegen die Bereitstellung von Waffen entschieden.

"Ich habe diese Entscheidung am Ende unterstützt", sagte Panetta bei einer Anhörung des Verteidigungsausschusses im Kongress. Auch die damalige Außenministerin Hillary Clinton habe gefordert, Kriegsmaterial an ausgewählte Rebellengruppierungen zu liefern. Ihr Nachfolger John Kerry und der neue Pentagon-Chef Chuck Hagel sollen laut "Wall Street Journal" in der Syrien-Politik eher auf Obamas Linie liegen.  (APA, 8.2.2013)

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    Kämpfer der "Free Syrian Army" in Aleppo, 21. Jänner 2013

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