Eine Runde, keine Gerade

7. Februar 2013, 17:40
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Bei den Schlittenrennen der Traber ist alles etwas anders

Kirchberg - 103 Kilometer westlich von Schladming kommt am Freitagabend die Schlittenrennsaison der Traber zum Höhepunkt. Nach mehreren Absagen sind in Kirchberg/Tirol die Prognosen sehr gut, wie Gitti Gintsberger, seit Jahren in der Organisation engagiert, bestätigt: "Die Schnee-Bahn ist perfekt, die Lichtanlage installiert, das Zelt für die Besucher steht schon." Das Programm mit neun Rennen, darunter ein Trabreiten und ein Noriker-Fahren, gipfelt in der 1. Austrian Winter Trophy mit Spitzenfahrern wie der deutschen Traber-Legende Heinz Wewering (mehr als 16.000 Siege) und dem Belgier Dominik Loqueneux, der sogar den Prix d' Amerique schon gewann, aber noch nie ein Schlittenrennen bestritt. Kein Wunder, dass Loqueneux, an die Pariser Riesenbahn gewohnt, die 650 Meter Bahnumfang in Kirchberg zunächst ungläubig für die Länge der Zielgeraden hielt.

Bei Schlittenrennen ist eben alles anders. Die übliche Renndistanz von drei Runden ist kürzer als eine Bahnrunde in Paris. Dafür sind die Zuseher dicht am Geschehen. Österreichs 21-facher Champion der Trabrennfahrer, Gerhard Mayr, genießt als Mayerhofener praktisch Heimvorteil. (dol, DER STANDARD, 8.2.2013)

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