Gemälde-Ausstellung: Bob Dylan würdigt New Orleans

Ansichtssache8. Februar 2013, 10:58
posten

"Es gibt eine Menge Orte, die ich mag, aber ich mag New Orleans noch mehr", so Bob Dylan in seiner 2004 erschienen Autobiografie "Chronicles, Volume One". Eingebettet in die Schilderung der Aufnahmen zu seinem Album "Oh Mercy" erzählt der Musiker von der Faszination, die die "city that care forgot" auf ihn ausübt. Nun würdigt Dylan auch als Maler die Stadt am Mississippi. Bis 10. März sind 22 neue Gemälde Dylans unter dem Titel "The New Orleans Series" im Palazzo Reale in Mailand zu sehen.

Zwar sind Dylans Aktivitäten als Maler schon seit dem von ihm gestalteten Plattencover für "Music from Big Pink" (1968) von The Band bekannt. Eine Einzelausstellung mit Dylans Bildern war aber erst 2007 unter dem Titel "The Drawn Blank Series" in den Kunstsammlungen Chemnitz zu sehen. Weitere Ausstellungen wie "The Brazil Series" im Statens Museum for Kunst in Kopenhagen folgten.

Für beträchtlichen Medienwirbel sorgten 2011 Plagiatsvorwürfe rund um Dylans Ausstellung "The Asia Series" in der renommierten New Yorker Gagosian Gallery: Dylan hatte für seine Asien-Bilder offenbar zum Teil historische Fotos, darunter eine Aufnahme von Fotografielegende Henri Cartier-Bresson, abgemalt. Auch für die nun in Mailand ausgestellten New-Orleans-Bilder wurden bereits mehrere historische New-Orleans-Postkarten und ein Foto von Leonard Freed als Vorlagen ausfindig gemacht. (glicka, derStandard.at, 8.2.2013)

Das Foto "A Boy Leads a Blind Man - New Orleans, 1963" von Leonard Freed war offenbar das sprichwörtliche Vorbild für Bob Dylans Gemälde, das links im Bild zu sehen ist.

1

Bob Dylans "New Orleans Series" ist bis 10. März im Palazzo Reale, dem ehemaligen Rathaus Mailands, zu sehen.

3
Share if you care.