Italiens Politik geht vor die Hunde

7. Februar 2013, 16:36
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Premierkandidaten adoptieren Welpen: Berlusconi holt "Vittoria" ins Haus, Monti "Empy"

Rom - Zweieinhalb Wochen vor den Parlamentswahlen spielen auch Hunde eine Rolle im italienischen Wahlkampf. Den Ton gab der Ex-Premier Silvio Berlusconi an, der am Sonntag zu Ehren seiner Verbündeten, der Ex-Tourismusministerin und überzeugten Tierschutzaktivistin Michela Brambilla, einen ausgesetzten Welpen adoptierte.

"Vittoria" (Sieg) nannte Berlusconi die blonde Hündin als gutes Omen für seinen Wahlkampf. Der zweieinhalb Monate alte Mischling war mit zwei streunenden Geschwistern von einer stark befahrenen Straße auf Sizilien gerettet worden, auf dem kurz zuvor ein vierter Hund überfahren worden war.

"Empy"

Berlusconis Nachfolger Mario Monti eifert der Hundeliebe des Medienzaren nach. Als ihm die TV-Moderatorin Daria Bignardi am Mittwochabend im Rahmen der populären Talkshow "Le invasioni barbariche" in Anspielung auf Berlusconis Geste einen Welpen in den Arm drückte, erklärte sich der strenge Wirtschaftsprofessor bereit, den Hund zu adoptieren. "Er wird zum Maskottchen unserer Wahlkampagne werden", sagte der scheidende Premier, der mit einem Zentrumsblock in den Wahlkampf geht.

Den weißen Welpen nannte Monti wegen seines gutmütigen Charakters "Empathie. "Ich werde ihn kurz Empy nennen", berichtete Monti, der auf Twitter ein Foto des Hundes im Wohnzimmer seiner Mailänder Wohnung postete.

Tierschützer kritisierten die Politiker, Hunde zu nutzen, um Wählerstimmen zu gewinnen. "Wir hoffen zumindest, dass sie sich nach den Wahlen ernsthaft um die Rechte der Tiere kümmern werden", kommentierte der Präsident des bioethischen Tierkomitee, Pasqualino Santori. (APA)

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