Madrid: Tausende Studierende demonstrieren gegen Sparmaßnahmen

7. Februar 2013, 10:52
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UNESCO: Anteil der Studienabbrecher in Spanien bei 30 Prozent

Madrid - Tausende Studenten haben in Madrid gegen die Kürzungen der spanischen Regierung im Bildungsbereich demonstriert. Mit Rufen wie "Ihr sackt das Geld ein, wir zahlen" zogen die Demonstranten am Mittwoch durch das Stadtzentrum. Die konservative Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy steht unter Druck, seit die Staatsanwaltschaft vor zwei Wochen Vorermittlungen zu einer möglichen Schwarzgeldkassa in der Volkspartei einleitete.

Im vergangenen Frühjahr hatte Rajoys Regierung angekündigt, im Zuge ihres Sparkurses wegen der Wirtschaftskrise jährlich drei Milliarden Euro im Bildungsbereich einzusparen. Die Regionen, die die Bildungsbudgets verwalten, bekamen die Erlaubnis, die Einschreibgebühren an den Universitäten um 50 Prozent anzuheben und die Zahl der Studenten pro Kurs um 20 Prozent zu erhöhen.

"An meiner Universität haben wir die Wintermonate ohne Heizung zugebracht und mit viel mehr Studenten in jedem Kurs, was der Unterrichtsqualität schadet", sagte der 19-jährige Lehramtsstudent Javier Marín bei der Kundgebung. Laut der UN-Wissenschaftsorganisation UNESCO gibt es im spanischen Bildungssystem ohnehin schon eine Abbrecherquote von 30 Prozent. (APA, 7.2.2013)

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