Samenspenden: Ein Spender für maximal drei Paare

7. Februar 2013, 10:47
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Restriktive Vorschriften in Fachkliniken - Nur 30 Prozent der Männer sind potenzielle Spender

Nicht konkret geregelt sind in Österreich die Voraussetzungen für Samenspender. Allerdings steht im Fortpflanzungsmedizingesetz, dass Untersuchungen vorab sicherstellen müssen, "dass nach dem jeweiligen Stand der medizinischen Wissenschaft und Erfahrung der Samen fortpflanzungsfähig ist und durch seine Verwendung keine gesundheitlichen Gefahren für die Frau oder das gewünschte Kind entstehen können". Zudem hält das Gesetz dezidiert fest, dass "Samen eines Dritten für eine medizinisch unterstützte Fortpflanzung in höchstens drei Ehen oder eheähnlichen Lebensgemeinschaften verwendet werden dürfen". Ein und dasselbe Paar kann allerdings mehrmals Samen des selben Spenders bekommen.

Kein Samenmangel

Restriktive Vorschriften gibt es in Fachkliniken. Zu Europas führenden Einrichtungen in diesem Bereich zählt das Kinderwunschzentrum des Krankenhauses Goldenes Kreuz in Wien. Hier müssen Spender zwischen 19 und 35 Jahren alt sein und dürfen, ähnlich wie bei einer Blutspende, weder an Erbkrankheiten noch an Infektionskrankheiten leiden. Auch kurz zurückliegende Aufenthalte in Tropengebieten machen eine Spende unmöglich.

"Bewerber" müssen eine Samenprobe abgeben, die anschließend verschiedenen Untersuchungen zur Qualität unterzogen wird. Letztendlich werden nur 30 Prozent der Männer als potenzielle Spender aufgenommen. Während früher über Inserate, beispielsweise in Studentenforen, Spender geworben wurden, gibt es heute keinen Mangel mehr an Männern, die ihren Samen der medizinischen Fortpflanzung zur Verfügung stellen, sagte eine Sprecherin der Kinderwunschklinik. Das Kinderwunschzentrum zahlt pro Spende 75 Euro. (APA, 7.2.2013)

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