Das war die Generalprobe für den Opernball

Ansichtssache7. Februar 2013, 10:40
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144 Debütantenpaare müssen am Wiener Opernball in diesem Jahr eine rasante Eröffnungschoreografie meistern

144 Debütantenpaare müssen in diesem Jahr eine rasante Eröffnungschoreografie meistern

Debütanten, Tänzer und Künstler probten am Mittwoch noch einmal den Ernstfall. Denn Donnerstagabend findet in der Wiener Staatsoper der 57. Opernball statt. 144 Debütantenpaare müssen eine rasante Eröffnungschoreografie meistern. Staatsoperndirektor Dominique Meyer verzichtet heuer bewusst auf einen ausländischen Starsänger und überlässt die Bühne den Mitgliedern seines Ensembles.

Im Mittelpunkt der Eröffnung stehen das Ballett der Staatsoper und die Publikumslieblinge Valentina Nafornita und Adam Plachetka. Nafornita besingt in "Quando M'en Vo'" aus "La Boheme" kokett ihre verführerische Schönheit und dürfte damit wohl die geheimen Wünsche von manchen Besucherinnen hörbar machen. Plachetka gibt "Fin Ch'han Dal Vino" aus der Mozart-Oper "Don Giovanni", die im Volksmund gerne als "Champagner-Arie" bezeichnet wird, obwohl sie mit dem edelen Schaumgetränk eigentlich gar nichts zu tun hat. Gemeinsam singen die beiden schließlich das Liebeslied "Lippen schweigen" aus der wohl berühmtesten Operette der Welt, der "Lustigen Witwe". 

150 Stunden Arbeit für ein Outfit

Besonders ins Auge stechen heuer die Kostüme des Ballett-Ensembles. Diese fanden schon als Schneeflocken im "Nussknacker" ihren Einsatz, erzählte Annette Beaufays, die scheidende Leiterin der Kostümwerkstätten der Österreichischen Bundestheater. Die Tutus sind mit aufgenähten Borten in Schwarz-Weiß verziert, der Kragen ist mit glitzernden Steinen besetzt. Eines der Outfits herzustellen dauerte "sicher 150 Stunden Handarbeit".

Die Debütanten haben sich den Titel ihrer Eröffnung - "So ängstlich sind wir nicht" - letztlich doch noch zu Herzen genommen und die rasante Choreografie der Kärntner Tanzlehrerin Iris Huber erstmals nahezu fehlerfrei umgesetzt. Opernball-Organisatorin Desiree Treichl-Stürgkh gefiel, was sie bei der Generalprobe sah: "Ich bin sehr zufrieden." 

Welser-Möst ist krank

Franz Welser-Möst konnte aufgrund einer Erkrankung das Orchester bei der Generalprobe nicht dirigieren und wird auch am Opernball fehlen. Für den verhinderten Generalmusikdirektor springt Peter Schneider ein. (APA/red, derStandard.at, 7.2.2013)

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