Leitbörsen Fernost schließen mehrheitlich schwächer

7. Februar 2013, 12:21
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Tokio - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag mehrheitlich mit Kursverlusten tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio verringerte sich um 106,68 Zähler oder 0,93 Prozent auf 11.357,07 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong gab um 79,93 Zähler (minus 0,34 Prozent) auf 23.177,00 Einheiten nach. Der Shanghai Composite fiel um 15,95 Punkte oder 0,66 Prozent auf 2.418,53 Punkte.

Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.261,77 Zählern mit einem Abschlag von 14,76 Punkten oder 0,45 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg gegen den Trend leicht um 15,3 Zähler oder 0,31 Prozent auf 4.955,80 Einheiten.

Enttäuschende Quartalszahlen oder Ausblicke großer Konzerne wie etwa von Nikon wurden von Marktbeobachtern zur Begründung für die mehrheitlich schwächere Tendenz genannt. Zudem wurden in Japan Gewinne mitgenommen, nachdem der Nikkei-225-Index am Vortag auf dem höchsten Schlussstand seit Ende September 2008 geschlossen hatte. "Die Aktienmärkte befinden sich kurzfristig überwiegend auf dem Rückzug. Sie sind heiß gelaufen, überkauft", sagte ein Börsianer.

Nikon brachen als Schlusslicht im Nikkei-Index um knapp 19 Prozent ein und damit so kräftig wie zuletzt vor 28 Jahren. Der Kamerahersteller hatte seine Gewinnprognose wegen der nachlassenden Nachfrage in Europa gesenkt.

Yamaha Corp. senkte wegen höher als erwarteter Restrukturierungskosten die Jahresprognose für das operative Ergebnis. Die Aktie büßte als zweitschwächster Wert im Nikkei mehr als 15 Prozent ein. Kubota hingegen enttäuschte mit einer niedriger als erwartet ausgefallenen Anhebung seines operativen Jahresgewinns. Das brachte der Aktie des Landwirtschaftsausrüsters ein Minus von knapp vier Prozent ein.

Mazda zählten dagegen mit einem satten Plus von rund zwölf Prozent zu den Top-Favoriten im Nikkei, nachdem der Autohersteller seine Prognosen wegen des schwächeren Yen deutlich angehoben hatte. Sony gewannen 2,57 Prozent, meldeten aber erst nach Börsenschluss einen erneuten Quartalsverlust, was so manchen Anleger enttäuscht haben dürfte. Ein Börsianer meinte, die Restrukturierungen des Elektronikkonzerns seien nicht straff genug gewesen und rechnet mit Kursverlusten am Freitag.

Nachrichten gab es auch von der japanischen Konjunkturfront: Die Investitionsdynamik in Japan scheint etwas an Fahrt aufzunehmen. Die Aufträge für Maschinen stiegen von November auf Dezember um 2,8 Prozent, wie aus Regierungszahlen hervorgeht. Es ist der dritte spürbare Zuwachs in Folge. Die Markterwartungen wurden deutlich übertroffen, erwartet wurde ein Rückgang.

Die Wirtschaftsstimmung in Japan hat sich zum Jahresende aufgehellt. Der Sammelindex der Frühindikatoren stieg von November auf Dezember um 1,4 Punkte auf 93,4 Zähler, wie die Regierung in Tokio mitteilte. Das ist der höchste Stand seit einem halben Jahr. Die Markterwartungen wurden jedoch geringfügig verfehlt.

Der koreanische Kospi-Index beendete den Handel mit minus 0,23 Prozent bei 1.931,77 Punkten. Samsung Electronics gaben um 0,49 Prozent nach. In Sydney büßten die Titel der News Corp etwas mehr als drei Prozent ein, nachdem der Konzern seine Gewinnprognose gesenkt hatte. (APA, 7.2.2013)

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