Telekom Swisscom mit Gewinnsprung im vergangenen Jahr

7. Februar 2013, 09:27
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Nettogewinn stieg von 694 Millionen auf 1,762 Milliarden Franken

Der Schweizer Telekom-Konzern Swisscom hat im vergangenen Jahr einen Gewinnsprung gemacht. Unter dem Strich schoss der Reingewinn von 694 Millionen auf 1,762 Milliarden Franken (1,4 Milliarden Euro) nach oben. Damit hat sich der Konzern vom Absturz von 2011 wieder erfangen, als die italienische Tochter Fastweb das Ergebnis verhagelt hatte.

Gewinnniveau von 2010

Damals musste die Swisscom wegen der düsteren Lage in Italien auf dem Mailänder Breitbandanbieter einen Milliardenabschreiber vornehmen, der den Gewinn der Swisscom um 1,2 Milliarden Franken in die Tiefe riss. Nun ist die Swisscom ungefähr wieder zurück auf dem Gewinnniveau von 2010, als der "Blaue Riese" 1,786 Milliarden Franken verdient hatte.

Der Umsatz schrumpfte im vergangenen Jahr leicht um 0,7 Prozent auf 11,384 Milliarden Franken, wie die Swisscom am Donnerstag bekannt gab. Die Preiserosion von 400 Millionen Franken im traditionellen Telekomkerngeschäft habe man aber durch neue Umsätze wettmachen können.

500 Millionen Euro

Diese Geschäfte seien jedoch weniger profitabel. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) sank um 4,4 Prozent auf 4,381 Franken.

Fastweb sei wieder auf Kurs, schreibt die Swisscom. Auf vergleichbarer Basis sei der Umsatz leicht um 0,5 Prozent auf 1,613 Milliarden Euro gestiegen. Der Betriebsgewinn (EBITDA) kletterte um 11,1 Prozent auf 500 Millionen Euro nach oben.

Erwartungen übertroffen

Damit hat die Swisscom die Erwartungen der Finanzgemeinde leicht übertroffen. Analysten hatten laut der Nachrichtenagentur AWP im Durchschnitt mit einem Umsatz von 11,331 Milliarden Franken und einem EBITDA von 4,361 Milliarden Franken gerechnet. Beim Reingewinn hatten die Experten 1,739 Milliarden Franken vorhergesagt.

Für das laufende Jahr erwartet die Swisscom ohne Fastweb einen Umsatz von 9,34 Mrd. Franken und einen Rückgang des EBITDA auf 3,64 Mrd. Franken. Zu Buche schlagen werde unter anderem eine Änderung der Rechnungslegung der Personalvorsorge, welche die Kosten um 110 Mio. Franken steigen lasse. (APA, 7.2.2013)

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