Teure Verblichene in Lech

6. Februar 2013, 19:01
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Mit Heugabeln gegen die fiktive Spekulation um Grund und Boden

Lech - Mit den Begehrlichkeiten steigen die Grundstückspreise und umgekehrt. Gegen die Spekulation um Grund und Boden hilft im fiktiven Lech des Krimiautors Peter Natter nur die Heugabel. Der fallen denn auch die ein- und ausheimischen Gierigen, einer nach dem anderen, zum Opfer.

Blutrünstig geht's zu, bis Natters Inspektor Ibele am Arlberg aufräumt. Im noblen Skiort trifft der bodenständige Kriminaler auf alles, was ins Klischee passt: Reiche Deutsche, schöne Russinnen, geldwaschende Liechtensteiner, sture Bauern, testosteronige Skilehrer.

Heugabeln blieben im Museum

Am Dienstagabend wagte sich Natter mit seinem Roman "In Grund und Boden" an den Ort des Geschehens. Die Lesung im Kulturzentrum Allmeinde in Lech ging gut aus: Die Heugabeln blieben im Heimatmuseum, die Lecher und ihre Gäste schmunzelten über das Sittenbild.

Klar habe er viele und vieles wiedererkannt, sagte Bürgermeister Ludwig Muxel (ÖVP) zum Standard. Sicher, die Spekulation mache der Gemeinde zu schaffen, das könne man nicht wegdiskutieren. Aber: "Es ist ja auch schön, dass unsere Gemeinde so begehrt ist." (jub)

  • Blaue Stunde mit Peter Natter und Krimi in Lech.
    foto: christa engstler

    Blaue Stunde mit Peter Natter und Krimi in Lech.

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