Luftverschmutzung kann zu Untergewicht bei Babys führen

6. Februar 2013, 18:17
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Starke Luftverschmutzung verursacht statistisch gesehen ein zu niedriges Geburtsgewicht

Los Angeles - Je stärker die Luft etwa durch Autoabgase und Kohlekraftwerke belastet sei, desto mehr untergewichtige Kinder würden geboren, heißt es in der jüngsten Ausgabe des US-Fachblatts "Environmental Health Perspectives". Babys, die bei der Geburt weniger als 2,5 Kilo wiegen, gelten als untergewichtig und weisen ein erhöhtes Krankheitsrisiko auf.

Für die Studie wurden Daten von drei Millionen Neugeborenen aus neun Ländern in Asien, Europa, Nord- und Südamerika sowie Australien ausgewertet. Länder, in denen die Luftverschmutzung streng reguliert sei, hätten weniger starke Belastungen in der Atemluft, schreibt die Mitautorin StudieTracey Woodruff von der Universität Kalifornien in San Francisco. In den USA habe sich in den vergangenen Jahrzehnten gezeigt, dass die Kosten für die Reduzierung der Luftverschmutzung niedriger sind als der "Gewinn für die Gesundheit und das Wohlergehen" der Bürger.

Babys mit zu niedrigem Geburtsgewicht erkranken laut statistischer Analyse in den ersten Lebenswochen öfter und unterliegen einem größeren Risiko, früh zu sterben. Auch leiden sie häufiger an chronischen Krankheiten.

In den USA begrenzt der Clean Air Act die Luftverschmutzung: Pro Kubikmeter Luft und Jahr darf die Summe an Partikeln mit einem Durchmesser von weniger als 2,5 Mikrometer maximal zwölf Mikrogramm betragen. Im EU-Raum liegt der Grenzwert derzeit bei 25 Mikrogramm, allerdings wird eine Verschärfung debattiert. In Chinas Hauptstadt Peking wurde kürzlich ein Wert von über 700 Mikrogramm gemessen. (APA/red, derStandard.at, 6.2.2013)

  • Je stärker die Luftverschmutzung, desto mehr untergewichtige Kinder würden geboren, so das Fazit eines aktuellen Beitrags im Fachmagazin "Environmental Health Perspectives".

    Je stärker die Luftverschmutzung, desto mehr untergewichtige Kinder würden geboren, so das Fazit eines aktuellen Beitrags im Fachmagazin "Environmental Health Perspectives".

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