Snowboarder durch Lawinen in Tirol und Salzburg getötet

7. Februar 2013, 06:11
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34-Jähriger konnte in Tirol nur mehr tot geborgen worden - Tödlicher Unfall eines 32-Jährigen in Salzburg

Sölden/Saalbach-Hinterglemm/Berlin - Bei Lawinenabgängen kamen am Mittwoch zwei Snowboarder in österreichischen Skigebieten ums Leben.

Ein 34-Jähriger löste in Sölden in Tirol (Bezirk Imst) außerhalb der gesicherten Piste ein Schneebrett aus und wurde verschüttet. Der Snowboarder wurde rund 200 Meter von den Schneemassen mitgerissen. Laut Bergrettung hatte er kein Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS-Gerät) bei sich. Der deutsche Urlauber wurde von den Einsatzkräften nach rund eineinhalb Stunden geborgen. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. Der Lawinenabgang hatte sich kurz vor 15.00 Uhr im Bereich des Wasserkars in Sölden ereignet. Begleiter des Mannes beobachteten das Unglück und alarmierten die Rettungskräfte.

Todesfall auch in Salzburg

Ebenfalls am Mittwochnachmittag verunglückte ein 32-jähriger Deutscher beim Snowboarden in Saalbach-Hinterglemm (Bezirk Zell am See) tödlich. Der Mann war laut Landespolizeidirektion Salzburg mit zwei Freunden unterwegs und fuhr als Letzter in der Gruppe. Unterhalb der Reiteralm in Hinterglemm stürzte er in einen Graben und blieb im drei bis vier Meter tiefen Pulverschnee stecken. Erst nach einiger Zeit wurde er von seinen Freunden und Angestellten der Bergbahnen gefunden. Reanimationsmaßnahmen blieben erfolglos.

Am Mittwoch herrschte in Westösterreich verbreitet erhebliche Lawinengefahr, also Stufe "3" der fünfteiligen Skala. Die Hauptgefahr ging von neu gebildeten Triebschneeansammlungen aus, warnten die Experten des Landes. Oft reiche schon geringe Zusatzbelastung wie das Gewicht eines Wintersportlers aus, hieß es. (APA, 6.2.2013)

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