VÖZ begrüßt französische Einigung zwischen Google und Verlegern

6. Februar 2013, 16:27
1 Posting

Grünberger ortet Schuldeingeständnis und fordert einmal mehr Leistungsschutzrecht in Österreich

Wien - Dass Google den französischen Verlegern im Zuge der Leistungsschutzrechtsdebatte 60 Millionen Euro zahlen muss, stößt bei den heimischen Verlegern auf Wohlgefallen. Allerdings würde der Suchmaschinen-Gigant das Geld "nicht aus reiner Herzensgüte" überweisen, "sondern weil sich Google an den Leistungen der Zeitungen über Jahre bedient hat", gibt Gerald Grünberger, Geschäftsführer des Verbands Österreichischer Zeitungen (VÖZ) zu bedenken.

"Schuldeingeständnis"

Die französische Einigung komme daher einem Schuldeingeständnis gleich und gebe auch der österreichischen Debatte Rückenwind, ist Grünberger überzeugt. Hierzulande präferiere man allerdings einen anderen Weg und orientiere sich am deutschen Leistungsschutzrecht. "Unser Ziel ist ein ordentlicher Rechtsrahmen, der festschreibt, dass Dritte zahlen müssen, wenn sie die Inhalte von Zeitungen gewerblich nutzen."

Das würde für alle Beteiligten eine Win-Win-Win-Situation bedeuten. "Google profitiert, weil die Suchmaschinen weiter an Suchanfragen nach Zeitungsinhalten verdienen werden. Die Zeitungen profitieren, weil deren Leistungen endlich auch im Web etwas Wert sind und vor allem profitieren die Leser: wenn sich mit journalistischen Inhalten im Web mehr Geld verdienen lässt, geht damit ein starker Anreiz für Verlage einher, mehr hochwertigen Content bereitzustellen", so Grünberger. (APA, 6.2.3013)

Zum Thema
Google kauft sich in Frankreich frei - "Mikroskopischer" Betrag - Regelung bindet News-Anbieter noch stärker an US-Suchriese, befürchten Pariser Online-Experten

Pro und Kontra Leistungsschutz

Share if you care.