Der positive Effekt von Familienaufstellungen

6. Februar 2013, 17:38
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Systemaufstellungen sollen positive Auswirkungen auf die psychische Gesundheit haben

Heidelberg - Am Institut für Medizinische Psychologie des Universitätsklinikums Heidelberg wurden Familienaufstellungen erstmals in einer randomisiert-kontrollierten Studie untersucht.

Die prototypischen dreitägigen Aufstellungsseminare, an denen insgesamt 208 Erwachsene teilgenommen hatten, bestanden jeweils aus etwa 15 aktiven Teilnehmern und 10 teilnehmenden Beobachtern. In der Aufstellung wurden diese teilnehmende Personen stellvertretend für Familien- oder Systemmitglieder räumlich zueinander "aufgestellt".

Die Wirksamkeit der dreitägigen Aufstellungsseminare wurde nach zwei Wochen und nochmals vier Monate nach dem Seminar mit quantitativen und qualitativen Messmethoden der Psychotherapieforschung eingeschätzt und mit einer Wartekontrollgruppe, deren Aufstellungsseminare vier Monate später waren, verglichen.

Die Auswertungen zeigen, dass bei den aktiven Teilnehmern - also diejenigen, die ein eigenes Anliegen "aufstellten" - die psychische Belastungen nach zwei Wochen signifikant vermindert waren. Dieser Effekt blieb auch nach vier Monaten stabil, so die Studienleiter. Diese Ergebnisse besitzen allerdings nur einen Geltungsbereich für eine vorwiegend akademisch gebildete, mit Aufstellungsarbeit vorerfahrene und klinisch nicht überdurchschnittlich belastete Stichprobe. (red, derStandard.at, 6.2.2013)

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