Genussrechte und das Finanzamt

5. August 2003, 14:18
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Nach Ablauf der Spekulationsfrist unterliegen die Erträge der Kapitalertragssteuerpflicht

Um den gesetzlichen Beschränkungen des Investmentfonds-Gesetzes zu entgehen, die für Hedge-Techniken keine Möglichkeiten vorsehen, wurde in Österreich der Umweg über Genussrechte an AGs entwickelt. Hasenbichler war hier mit seiner Commodities AG Pionier. Andere folgten.

Durch die jüngsten Budgetbegleitgesetze wurde die Besteuerungsregelung für Genussscheine aber geändert. Die Erträge von Genussrechtsbeteiligungen unterliegen bei Verkauf nach Ablauf der zwölfmonatigen Spekulationsfrist der Kapitalertragssteuerpflicht. 25 Prozent vom Mehrertrag sind abzuführen. Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Die Regelung ist nicht auf Kapitalanlagen anzuwenden, deren Verzinsung nur von der Entwicklung eines bestehenden oder künstlich geschaffenen Wertpapierindexes oder eines vergleichbaren Indexes abhängig ist, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind: Die Kapitalanlagen wurden vor dem 1. März 2004 begeben, und es ist rechtlich oder faktisch eine Kapitalrückzahlung von nicht mehr als 20 Prozent des bei der Begebung eingesetzten Kapitals garantiert. (DER STANDARD Printausgabe, 14.7.2003, dol)

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