KDE: Version 4.10 ist da

6. Februar 2013, 15:08
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Mehr QML, Neues für Nepomuk, Okular und Co.

Die KDE-Entwickler haben die Version 4.10 des Linux-Desktops freigegeben. Sie enthält zahlreiche Neuerungen und setzt noch stärker auf QML, wie Heise schreibt.

Workspaces

So hat die Desktop-Suche Nepomuk in technischer Hinsicht eine Erfrischung erfahren. Die Code-Base wurde in großen Teilen überarbeitet. Unter anderem gibt es jetzt einen neuen Datei-Indexer. Der bisherige, Strigi, soll Probleme mit gängigen Dateitypen gehabt und programmiertechnisch nur noch schwer zu pflegen gewesen sein. Suchtags können nun auf einer eigenen Oberfläche organisiert werden. Der "Nepomuk Cleaner" eliminiert doppelte oder leere Einträge.

Die Änderungen am Fenstermanager Kwin sind, bis auf Animationten für Fensterminimierung und -maximierung, weniger sichtbar. Hier wurde im Wesentlichen die Basis für den kommenden Umstieg auf Qt 5 vervollständigt.

Applications

Auch bei den Standardprogrammen hat sich etwas getan. So wurde die Kartensoftware Marble um neue Karten für Venus und Mars erweitert. Außerdem lassen sich nun Mars-Satelliten besser verfolgen. Der Mail-Client Kmail verfügt nun über eine automatische Rechtschreibverbesserung. Die Importfunktion kann nun mit Adressbüchern aus anderen Mail-Apps umgehen. Die Beseitigung von Speicherlecks soll die Software stabiler und schlanker machen.

Kate wiederum wurde mit verbesserter Navigation innerhalb von Dokumenten erweitert. Daneben wurde eine große Reihe von Bugs behoben. Die Tipp-Lernhilfe 2008 hat wiederum eine Portierung auf QML und ein Redesign seiner Oberfläche erfahren.

Der PDF-Viewer Okular kann nun schnell Ausschnitte von Dokumenten vergrößern, da in der Berechnung der Ansicht nur noch der tatsächlich sichtbare Bereich berücksichtigt wird. Zu verdanken hat man dies einem aus Brasilien stammenden Studenten namens Daniel Lira Menezes, der dieses Feature im Rahmen des Google Summer of Code entwickelt hat. Nunmehr kann die Zoomstufe auch über 200 Prozent hinaus eingestellt werden.

Dolphin versteht nun das Media Transfer Protokoll für den Dateitransfer von und auf mobile Endgeräte.

QML-Umstieg schreitet voran

Viele Schnittstellen von KDE sind in er Version 4.10 in QML und Qt Quick anstatt C++ verfasst. Für den Anwender ist das nicht von großer Bedeutung, es erleichtert jedoch Entwicklern die weitere Arbeit. Die IDE Kdevelop wurde entsprechend um ein QML-Plugin erweitert.

Für die Plasma-Oberfläche wurde mit "Plasmate" ein eigenes SDK veröffentlicht, das hauptsächlich für die Arbeit mit dem Tablet-UI "Plasma Active" ausgelegt ist. (red, derStandard.at, 06.02.2013)

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    foto: kde

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