50 Prozent der heuer geborenen Kinder werden über hundert Jahre alt

6. Februar 2013, 13:16
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"Club der Hundertjährigen" verzehnfacht bis 2050 seine Mitgliederzahl

Wien - Gut die Hälfte aller in diesem Jahr geborenen Kinder wird den hundertsten Geburtstag erleben. Dies bedeutet, dass sich bis zum Jahr 2050 die Anzahl der über Hundertjährigen weltweit verzehnfachen wird, Österreich liegt dabei im globalen Trend.

"Menschen, die ein extrem hohes Alter erreichen, werden in naher Zukunft keine Seltenheit mehr sein - auch in Österreich", erklärte Ernst Schneckenleitner, Lebensversicherungsexperte bei der Allianz Gruppe in Österreich. Aktuell gibt es nach Schätzungen der Vereinten Nationen rund 343.000 Hundertjährige weltweit, bis zum Jahr 2050 dürften es mit 3,2 Millionen rund zehnmal so viele sein.

In Österreich leben momentan etwa 1.400 Einwohner, die bereits ihren 100. Geburtstag gefeiert haben. Auch hier ist die Tendenz steigend. Gab es im Jahr 1990 rund 200 Menschen in dieser Altersgruppe, werden es im Jahr 2050 knapp 12.000 sein. "Durchschnittlich jedes zweite Neugeborene in Österreich dürfte seinen 100. Geburtstag erleben", so Schneckenleitner. Nach Ansicht der Experten wird Japan auch in Zukunft die Nation mit den meisten 100-Jährigen bleiben: Im Jahr 2050 dürfte dort knapp ein Prozent der Gesamtbevölkerung 100 Jahre oder älter sein.

Weltweit 70 über 110-Jährige

Noch äußerst gering ist die Zahl der sogenannten "Supercentenarians", also der Menschen, die älter als 110 Jahre sind. Heute werden weltweit lediglich 70 Über-110-jährige Personen aufgeführt, von denen aber 27 laut amtlich bestätigten Angaben sogar bereits das 115. Lebensjahr erreicht haben. Sieben der weltweit 70 Über-110-Jährigen sind in Italien geboren. "Auf das Rauchen zu verzichten und sich körperlich fit zu halten, sind statistisch gesehen gute Ratgeber für den, der lange leben möchte. Die besten Aussichten, eines Tages dem Club der 100-Jährigen beitreten zu können, haben gut ausgebildete Frauen. Heute ist die Zahl der hundertjährigen Frauen knapp viermal so hoch wie die der Männer", erklärt Michaela Grimm, Volkswirtin der Allianz SE. (APA/red, derStandard.at, 06.02.2013)

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