Europas Leitbörsen schließen überwiegend tiefer

6. Februar 2013, 19:13
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Mangelnde Impulse - Politische Situation in Spanien und Italien belastet

Die europäischen Leitbörsen sind am Mittwoch nach einem freundlichen Frühhandel letztlich überwiegend schwächer aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verbilligte sich um 33,86 Einheiten oder 1,28 Prozent auf 2.617,35 Zähler. Lediglich die Börsen in London und Zürich konnten mit moderaten Gewinnen schließen.

Keine Impulse für Anschlusskäufe

Nachdem der Euro-Stoxx-50 am Montag mehr als drei Prozent eingebüßt hatte, hatte er am Dienstag mit einem Anstieg um rund ein Prozent bereits einen kleinen Teil davon wieder wettgemacht. Am heutigen Handelstag fehlten aber die Impulse für Anschlusskäufe, kommentierten Händler. Zudem sind weiterhin die Sorgen um die politische und wirtschaftliche Stabilität in der Eurozone ein zentrales Thema. Wie schon an den vergangenen Handelstagen lasteten die Korruptionsvorwürfe gegen die spanische Regierung und die guten Umfragewerte für Italiens Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi auf den Kursen. Die Anleger fürchteten, dass Berlusconi die Reformen von Ministerpräsident Mario Monti wieder zurückdrehen könnte, falls seine Partei bei den Parlamentswahlen Ende Februar gut abschneiden sollte.

Zur Wochenmitte sorgten aber vor allem zahlreiche Bilanzvorlagen für Aufmerksamkeit. So legten etwa ArcelorMittal um 1,05 Prozent zu. Die schwache globale Wirtschaft hat den weltgrößten Stahlkonzern zum Jahresende zwar tief in die roten Zahlen gerissen, dennoch fiel das operative Ergebnis besser aus als gedacht. Gut am Markt kam zudem der leichte Optimismus des Konzerns für 2013 an.

Die Aktien von Vinci büßten hingegen 3,30 Prozent ein. Der französische Baukonzern hatte am Vorabend Zahlen vorgelegt und laut Händlern vor allem bei der Profitabilität und dem Ausblick auf 2013 enttäuscht.

Volvo profitiert

Volvo profitierten unterdessen in Stockholm von besser als erwarteten Auftragseingängen und einer angehobenen Prognose für den brasilianischen Nutzfahrzeugmarkt 2013. Insgesamt aber meldete der LKW-Hersteller einen kräftigen Gewinneinbruch. Die Papiere gewannen dennoch 4,20 Prozent und auch die Scania-Aktien wurden davon mitgezogen und stiegen um 2,58 Prozent.

In Zürich rückten die Papiere des Agrarchemiekonzerns Syngenta in den Fokus. Die Aktien des Basler Unternehmens büßten nach gemischten Zahlen und einem laut Händlern enttäuschenden freien Cashflow als Schlusslicht im Swiss-Market-Index (SMI) 2,12 Prozent ein.

An der Londoner Börse waren die Aktien der Investmentgesellschaft Hargreaves Landsdown nach einem überraschend starken Halbjahresgewinn Favorit im FT-SE-100 und legten um 11,23 Prozent zu. Unterdessen legte der britische Billigflieger Easyjet Verkehrszahlen für Jänner vor und meldete steigende Passagierzahlen und eine verbesserte Auslastung der Maschinen. Die Anteilsscheine gewannen daraufhin 1,42 Prozent hinzu. (APA, 6.2.2013)

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