Streit um Syrien, Proteste gegen Ahmadi-Nejad

6. Februar 2013, 18:34
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Mann wurde von Sicherheitskräften festgenommen

Syrien war am Mittwoch das beherrschende Thema des Treffen der Staats- und Regierungschefs der Organisation für Islamische Kooperation (OIC) in Kairo, mit den üblichen Unstimmigkeiten: Iran und Irak versuchten in der abschließenden Erklärung eine Formulierung durchzusetzen, die der syrischen Opposition eine Mitschuld an der Eskalation in Syrien gibt. Im Entwurf steht nun, dass die Regierung in Damaskus die Hauptverantwortung trägt.

In der Öffentlichkeit sorgte vor allem die Anwesenheit von Irans Präsident Ahmadi-Nejad für Aufmerksamkeit. Trotz eines standesgemäßen Empfangs verlief der erste Besuch nicht ohne Nebengeräusche. Bei einem Treffen Ahmadi-Nejads mit Würdenträgern der sunnitischen Al-Azhar-Universität traten theologische Differenzen und Animositäten gegenüber den den Schiiten offen zutage. Großscheich Ahmed al-Tayyib forderte den Iran auf, sich nicht in arabische Länder einzumischen.

Die Salafisten wollten dem Schiiten Ahmadi-Nejad sogar einen Besuch in einer sunnitischen Moschee verbieten. Nach einem tränenreichen Besuch Ahmadi-Nejads im Mausoleum von Sayyida Zeinab (der Enkeltocher des Propheten) kam es zu einem Gerangel mit Demonstranten, die gegen die iranische Unterstützung für das syrische Regime protestierten. Von einem Syrer bekam der Präsident einen Schuh an den Kopf geworfen. (Astrid Frefel, DER STANDARD, 7.2.2013)

Video vom Vorfall


 

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