Leitbörsen in Fernost schließen mit Gewinnen

6. Februar 2013, 12:17
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Nikkei-225 auf höchstem Stand seit September 2008

Tokio - Die Leitbörsen in Fernost haben am Mittwoch mit Gewinnen geschlossen. Das kräftigste Kursplus gab es an der Tokioter Börse, wo der Nikkei-225 Index um 416,83 Zähler oder 3,77 Prozent auf 11.463,75 Punkte zulegte und damit den höchsten Stand seit September 2008 erreichte. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg um 108,40 Zähler (plus 0,47 Prozent) auf 23.256,93 Einheiten. Der Shanghai Composite legte um 1,35 Punkte oder 0,06 Prozent auf 2.434,48 Punkte zu.

Moderate Gewinne wiesen die Märkte in Singapur und Sydney aus. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.276,53 Zählern mit einem Plus von 3,87 Punkten oder 0,12 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg um 37,9 Zähler oder 0,77 Prozent auf 4.940,50 Einheiten.

In Tokio sorgten ein stark gefallener Yen sowie eine von Toyota angehobene Gewinnprognose für einen Kaufrausch bei den Anlegern. Die japanische Währung büßte stark an Wert ein, nachdem bekannt geworden war, dass der japanische Zentralbankchef Masaaki Shirakawa früher als geplant zurücktritt. Am Markt wird damit gerechnet, dass die neue Führung der Zentralbank den Wünschen der japanischen Regierung nach einer weiteren Öffnung der Geldschleusen folgen wird.

Zudem sorgte der Autobauer Toyota für gute Stimmung. Nachdem er gerade erst wieder an die Weltmarktspitze zurückgekehrt ist, setzte der Konzern sein Gewinnziel kräftig nach oben, was der Aktie ein Plus von etwas mehr als sechs Prozent bescherte. Beim operativen Ergebnis rechnet der Konzern nun mit 1,15 Bill. Yen (9,15 Mrd. Euro), unter dem Strich sollen es 860 Mrd. Yen Gewinn werden, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

In China und Hongkong wurden die Gewinne von der Kursschwäche bei den Immobilientiteln beschränkt. Händler verwiesen auf die jüngsten Pläne der chinesischen Regierung, mit einer umfassenden Steuerreform die wachsende Ungleichheit in der Bevölkerung zu verringern. Ein am Dienstag verabschiedeter Entwurf sieht unter anderem eine Ausweitung der Immobiliensteuern vor.

Vor diesem Hintergrund sackten in Hongkong China Overseas Land & Investments um 2,83 Prozent ab und New World Development gaben 2,60 Prozent nach. In Shanghai verbilligten sich Beijing Capital Development um 3,51 Prozent und Poly Real Estate sanken um 2,09 Prozent. (APA, 6.2.2013)

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