Stiftung Weltbevölkerung appelliert an Regierungen

5. Februar 2013, 20:50
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Mehr Engagement gefragt - Pro Jahr werden geschätzte drei Millionen Mädchen beschnitten

Hannover - Zum Internationalen Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung am 6. Februar fordert die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung ein entschiedeneres Vorgehen gegen den grausamen Eingriff. "Diese schwerwiegende Verletzung der Menschenrechte dürfen wir nicht hinnehmen", sagte Geschäftsführerin Renate Bähr am Dienstag in Hannover. "Es ist höchste Zeit, dass die Regierungen in den betroffenen Ländern entschieden dagegen vorgehen."

Jedes Jahr würden rund drei Millionen Mädchen Opfer von Genitalverstümmelung, teilte die Stiftung mit. Insgesamt seien weltweit bis zu 140 Millionen Mädchen und Frauen betroffen, die meisten in afrikanischen Ländern.

Auch die internationale Gemeinschaft stehe in der Pflicht, betonte Bähr. Seit 1993 gelte die Praxis als Menschenrechtsverletzung. Zwar hätten bereits zahlreiche Staaten entsprechende Gesetze erlassen, doch reichten diese nicht aus, um die tief verwurzelte Praxis zu bekämpfen. Im vergangenen Dezember hatte die Vollversammlung der Vereinten Nationen in einer Resolution zum Kampf gegen die Genitalverstümmelung aufgerufen. (APA, 5.2.2013)

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