Biden fordert von Cameron starke britische Rolle in EU

5. Februar 2013, 16:49

US-Vizepräsident will "weltoffene EU mit starkem Großbritannien im Mittelpunkt"

London/Washington - Die USA haben ihre Forderung nach einer starken Position Großbritanniens in der Europäischen Union (EU) erneuert. Bei einem Treffen zwischen dem britischen Premierminister David Cameron und US-Vizepräsident Joe Biden in London sei unter anderem Großbritanniens Verhältnis zur EU angesprochen worden, bestätigte ein Sprecher der Downing Street am Dienstag. Die USA wollen eine "starke, weltoffene EU mit einem starken Großbritannien im Mittelpunkt". "Das ist auch unsere Position", erklärte der Sprecher.

Biden hatte in einem Interview mit der Zeitung "The Times" zuvor die Ansicht der USA erläutert, dass Großbritannien durch seine EU-Mitgliedschaft stärker sei, und die EU wiederum durch Großbritannien gewinne.

Biden und Cameron hätten bei dem Besuch zudem über weitere Themen der internationalen Kooperation gesprochen, unter anderem über die Lage in Nordafrika, im Iran und Afghanistan. Dabei hätten sie betont, "in einer Reihe von Gebieten" weiter eng zusammenarbeiten zu wollen, sagte der Regierungssprecher. Biden beendete in London seine kurze Europa-Tour, die ihn am Wochenende auch nach Deutschland geführt hatte. (APA, 5.2.2013)

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18 Postings
Ja ich wünsche mir auch ein starkes, weltoffenes Amerika mit Kanada im Mittelpunkt

xD Die Amis sind soweit von der Realität entfernt, da kann man echt nur mit dem Kopf schütteln ^^

Verständlich. Die Griechen wären schließlich auch nicht sehr erbaut gewesen, wenn das trojanische Pferd spontan auf die Idee gekommen wäre, zum Leben zu erwachen und durch das Stadttor wieder aus der Stadt hinaus zu gallopieren.

das cherry-picking der Briten ...

... geht mir seit M. Thatcher auf die Nerven.
Die wollen den Binnenmarkt haben, aber lassen keine Gelegenheit verstreichen EU-Bashing zu betreiben, da halte ich's mit Sarkozy "... eine gute Gelegenheit verpasst den Mund zu halten"

Das Lustigste war damals die Aussage von Cameron, die EU soll nicht massgeblich durch die Euro-Gruppe dominiert werden.
Der Euro stand unter Beschuss, die Briten halten sich wie immer nobel zurück, die Euro-Gruppe versuchen zu löschen und GB tritt auf den Schlauch.
Unglaublich diese Ignoranz!

lies: "wir, die usa, hätten gerne unser am besten dressiertes schosshündchen als zentrum der europäischen union, damit zukünftig nicht die blöden franzosen oder deutschen dazwischenfunken, wenn wir wieder irgendjemandem den krieg erklären".

Die Bush Jun. Regierung hat immer gefordert Türkei in die EU.
Nur wenn Mexiko zeitgleich ein Bundesstaat der USA wird.
Da ist mir der Biden schon lieber, wenn er den Briten ins Gewissen redet. Auf der anderen Seite: Wenn die Engländer aus der EU wollen, wird sie auch nicht daran zerbrechen. Eventl. will halt Mikl-Leitner Grundwehrdiener zum Tunnel-Eingang nach Frankreich schicken - wegen der gefühlten Sicherheit :-)

Ein starkes Großbritannien im Mittelpunkt der EU?

Immer diese amerikanischen Drohungen. Unerhört!!!

ideen der usa - gb spielt große rolle in eu, türkei rein, israel rein ...

geht die usa original nix an... ;)

ich finds zwar auch schade dass gb evtl. austreten wird, aber dass ist immer noch besser als ein ewiges gezanke und gejammere seitens gb über die ach so böse eu

hui cammy, es heißt wohl weiterblechen ...

die anderen haben ja nur stammtischsprüche und oiro, und die usa haben richtiges geld, dass sie ohne zooaufseher little britain dann selbst ausgeben müssten ...

wer hätte das gedacht, aus einer diktatur, noch dazu einer sinkenden, kommt man doch tatsächlich nicht einfach mal eben so raus ...

mfg

Hört sich ein bissl wie

versuchte Schadensbegrenzung an.

( Vermutlich hat Cameron, als die Reporter noch nicht da waren, einen dezenten Tritt in den Hintern gekriegt ...)

für eine unabhängige europäische union wäre das ein zeichen, das für eine trennung von grossbritannien spricht.
möchte nicht wissen, wie der blätterwald rauscht, wenn china von einem eu-land fordert, wie es sich in der eu aufzuführen hätte.

Als ideal würden die USA eine EU betrachten, die die Türkei beinhaltet und unter der Führung von Großbritannien steht.

Nun, sicherlich. Was sie aber auf jeden Fall verhindern möchten: Eine zwar momentan nicht anstehende, aber in vielleicht nicht übermäßig ferner Zukunft denkbare Annäherung zwischen Russland und dem Rest Europas.

Denn das ergäbe allerdings einen Brocken, der sich nicht mehr "mitbestimmen" ließe, dazu mit direkter Landverbindung zu China-Asien.

Die Tendenz in Russland geht leider steil abwärts. Mit Putin entfernt sich das Land immer mehr von Demokratie und Europa.

Dafür hat allerdings auch die europäische Politik mitgesorgt. Wenn man Russland permanent signalisiert, dass man es am liebsten eindämmen und ansonsten nur sehr bedingt am Tische sehen möchte, muss man sich nicht wundern, wenn die ihr eigenes Ding durchziehen. Zumal sie ja nicht unbedingt auf Europa angewiesen sind, sondern sich ebenso gut Richtung China orientieren können.

Die EU hingegen benötigt Rohstoffe und Energieträger.

Und was die "Demokratie" angeht: Nun ja, ein Blick in die europäische Runde offenbart auch da so einiges, was, höflich ausgedrückt, sehr zu wünschen übrig lässt.

Aus der Sicht der USA ist Großbritannien der Garant für eine "atlantische Lösung".

Deutschland hingegen nicht.

Warum mischen sich ständig US Politiker ein?

Abgesehen davon - jeder weiss das Cameron nie vorhat die EU zu verlassen.

Die UK spielt das ewige trojanische Pferd, das weiss jeder.

Das glaub ich schon, dass die Imperialisten aus Washington gerne hätten, dass ihr Schoßhündchen in Europa den Ton angibt.

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