Biden fordert von Cameron starke britische Rolle in EU

US-Vizepräsident will "weltoffene EU mit starkem Großbritannien im Mittelpunkt"

London/Washington - Die USA haben ihre Forderung nach einer starken Position Großbritanniens in der Europäischen Union (EU) erneuert. Bei einem Treffen zwischen dem britischen Premierminister David Cameron und US-Vizepräsident Joe Biden in London sei unter anderem Großbritanniens Verhältnis zur EU angesprochen worden, bestätigte ein Sprecher der Downing Street am Dienstag. Die USA wollen eine "starke, weltoffene EU mit einem starken Großbritannien im Mittelpunkt". "Das ist auch unsere Position", erklärte der Sprecher.

Biden hatte in einem Interview mit der Zeitung "The Times" zuvor die Ansicht der USA erläutert, dass Großbritannien durch seine EU-Mitgliedschaft stärker sei, und die EU wiederum durch Großbritannien gewinne.

Biden und Cameron hätten bei dem Besuch zudem über weitere Themen der internationalen Kooperation gesprochen, unter anderem über die Lage in Nordafrika, im Iran und Afghanistan. Dabei hätten sie betont, "in einer Reihe von Gebieten" weiter eng zusammenarbeiten zu wollen, sagte der Regierungssprecher. Biden beendete in London seine kurze Europa-Tour, die ihn am Wochenende auch nach Deutschland geführt hatte. (APA, 5.2.2013)

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