Musik-Lobby stellte Löschanfragen für 10 Millionen Google-Links

5. Februar 2013, 13:34
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RIAA geht vor allem gegen URLs auf Filehosting-Portale vor

Die RIAA, Verband der US-amerikanischen Musikindustrie, hat bislang über 3.400 Löschanträge an Google gestellt. Pro Woche soll der Suchmaschinenbetreiber 24.079 Links aus seinem Suchindex löschen. Seit Mai 2011 beantragte die RIAA insgesamt die Löschung von 9,98 Millionen Links. Das geht aus Googles Transparenzbericht vor.

Häufigste Ziele

Die Löschanfragen sind dabei in der zweiten Jahreshälfte 2012 stark angestiegen. Die Meldungen kommen hauptsächlich von EMI, Sony Music Entertainment, Universal Music und Warner Music, den vier größten durch die RIAA vertretenen Labels. Am häufigsten wurden URLs der Domains downloads.nl, mp3s.pl, filestube.com, mp3searchy.com und weblagu.com gemeldet. 

Viel Traffic von Google

Die RIAA dürfte vor allem deswegen den Umweg über Google gehen, da viele Nutzer über die Suchmaschine auf die Seiten gelangen. Rund 30 Prozent des Traffics auf downloads.nl und mp3s.pl kommt  laut TorrentFreak von Google. Die illegal zur Verfügung gestellten Inhalte bleiben bei einer Entfernung eines Links aus Googles Suchindex natürlich unberührt und können direkt auf den Seiten weiterhin gefunden werden. (red, 5.2.2013)

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    Die RIAA geht vor allem gegen Links in den Suchergebnissen von Google vor, um die Verbreitung illegaler Inhalte zu stoppen.

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