Wieder-Annäherung an Geburt

5. Februar 2013, 11:28
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Plazentas, wohin das Auge reicht in der Februar-Ausgabe der An.Schläge

Die Februar-Ausgabe des feministischen Magazins "An.Schläge" beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit dem Thema "Gebären". Im Editorial heißt es:

"Für Feministinnen der Zweiten Frauenbewegung war Geburt ein durchaus wichtiges Thema. Die lebensspendende weibliche Kraft wurde bejaht und die Fruchtbarkeit der Frau gefeiert. Mit der Kritik an biologistischen und essenzialistischen Geschlechtszuschreibungen späterer Generationen ging dann jedoch auch eine Abkehr von solch konkreten Körperthemen einher.

Wie könnte eine Wiederannäherung aussehen, die jede Vorstellung von einer "Natur der Frau“ hinter sich lässt und die gleichzeitig aber wichtige frühe feministische Errungenschaften aufgreift, nicht zuletzt das Pochen auf Selbstbestimmung beim Gebären? Kann es einen neuen Blick auf Geburt geben, bei dem sich Gebärende nicht unweigerlich als weiblich definieren müssen und bei dem es auch nicht die eine richtige Art gibt, ein Kind zur Welt zur bringen?

Mit dem Vergleich von technisierten und interventionslosen Abläufen, mit geburtsvorbereitenden Empfehlungen und unterschiedlichen Geburtserfahrungen – bis hin zum größten Tabu, der Fehlgeburt – tasten wir uns an eine Perspektive heran, die hoffentlich als queer-feministisch gelten kann."

Außerdem im Heft:

Die Critical Whiteness-Debatte in Deutschland, Rezensionen über Bücher, Musik und Filme sowie viele Kolumnen und Kommentare zu aktuellen politischen Fragen. (red, dieStandard.at, 5.2.2013)

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