Nach Lawinenabgang in Tirol: 16-Jähriger tot geborgen

5. Februar 2013, 13:52
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Hunderte Einsatzkräfte hatten sich an der Suche beteiligt

Die Suche nach einem seit Montagnachmittag vermissten Jugendlichen im Gemeindegebiet von Jochberg (Bezirk Kitzbühel) ist zu Ende: Der 16-Jährige war durch einen Lawinenabgang verschüttetet worden und konnte nur noch tot geborgen werden. Er war am Montag im freien Skiraum rund 200 Meter von einem Schneebrett mitgerissen worden.

Der Jugendliche war am Montag gegen 15.30 Uhr gemeinsam mit einem 14-jährigen Begleiter in einen Hang vom Pengelstein in Richtung Saukasergraben eingefahren. Rund 50 Meter unterhalb des Kammes löste sich die Lawine, beide wurden erfasst. Der 14-Jährige konnte sich aus den Schneemassen selbst befreien und verständigte per Handy die Polizei.

Suche am Montagabend ausgesetzt

Die Suche nach dem Burschen wurde am Montag kurz vor 21.00 Uhr aufgrund der Lawinengefahr und der Dunkelheit abgebrochen. Im Einsatz waren die Bergrettungen Jochberg, Kitzbühel, Kirchberg, St. Johann und Westendorf sowie mehrere Feuerwehrleute, Bedienstete der Bergbahn Kitzbühel, Alpinpolizisten und ein Lawineneinsatzzug des Bundesheeres. Insgesamt beteiligten sich hunderte Einsatzkräfte.

Dienstagfrüh nahmen sie die Suche nach dem Verschütteten wieder auf. Der leblose Körper des Jugendlichen wurde gegen 10.30 Uhr rund 70 Zentimeter unter den Schneemassen von einem Suchhund geortet. Zur Zeit finde die Bergung des Leichnams statt, sagte ein Polizeisprecher zu Mittag. Im Anschluss würden weitere Erhebungen durchgeführt. Laut Polizei trug der Jugendliche kein Lawinensuchgerät bei sich.

Die Lawine war rund 300 Meter lang und etwa 100 Meter breit. Im betroffenen Gebiet im Bereich Pengelstein im Saukasergraben war um 8.00 Uhr bis auf Weiteres ein Platzverbot im freien Skiraum vonseiten der Bezirkshauptmannschaft Kitzbühel erlassen worden. Die Suchmannschaften sollten dadurch vor weiteren Lawinenabgängen geschützt werden. (APA/red, 5.2.2013)

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