Mindestens drei Tote bei Selbstmordanschlag im Irak

5. Februar 2013, 11:05
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In gleichem Ort wo am Montag 22 Menschen bei Anschlag starben

Bagdad - Der jüngste Anstieg der Gewalt im Irak hat sich am Dienstag mit einem weiteren Selbstmord-Anschlag mit mindestens drei Toten fortgesetzt. Nach Angaben der Polizei zündete der Attentäter einen in seinem Auto versteckten Sprengsatz an einem Kontrollposten der Armee in der Stadt Taji nördlich von Bagdad.

In dem gleichen Ort hatte erst am Montag ein Selbstmord-Attentäter mindestens 22 Menschen in den Tod gerissen. Der Anschlag galt laut Behörden der Sahwa-Miliz, die gegen Al-Kaida kämpft und von der Regierung bezahlt wird. Erst am Sonntag waren bei einem Angriff auf das Polizeihauptquartier im nordirakischen Kirkuk mindestens 30 Menschen getötet und 88 weitere verletzt worden.

Hintergrund der jüngsten Gewaltwelle sind die wachsenden Spannungen zwischen den Schiiten sowie den Minderheiten der Sunniten und Kurden. Ein Jahr nach dem Abzug der US-Truppen versuchen mit Al-Kaida verbündete sunnitische Extremistengruppen einen Religionskonflikt zu entfachen. Während der Herrschaft Saddam Husseins dominierten die Sunniten den Irak und unterdrückten die Schiiten. (APA/Reuters, 5.2.2013)

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