Bewaffnete vergewaltigten Touristinnen in mexikanischer Hotelanlage

5. Februar 2013, 11:27
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Täter drangen in Strandressort in Vorort von Acapulco ein und vergewaltigen sechs spanische Urlauberinnen

Mexiko-Stadt - Ein Gruppe Bewaffneter ist in einem Vorort von Acapulco in eine Hotelanlage eingedrungen und hat mehrere spanische Touristinnen vergewaltigt. Die Tat geschah in einem Strandressort unweit von Acapulco, wie die Behörden am Montagabend (Ortszeit) mitteilten. Von den Tätern fehlte bisher jede Spur. Die bei Touristen beliebte Pazifikregion ist seit Jahren einer der Schauplätze des mexikanischen Drogenkrieges.

"Passiert überall auf der Welt"

Der Bürgermeister von Acapulco, Luis Walton Aburto, und die Generalstaatsanwältin des Bundesstaates Guerrero, Martha Elba Garzon, sagten vor der Presse, dass fünf bewaffnete und vermummte Männer die Reisenden in der Nacht auf Montag in einem Bungalow der Anlage überfielen. Sieben Männer und eine mexikanische Touristin seien mit Kabeln gefesselt, sechs spanische Touristinnen vergewaltigt worden. "Was passiert ist, ist sehr bedauerlich, aber so was passiert überall auf der Welt", erklärte der Bürgermeister. Der Sender Milenio Television berichtete, die Urlauber seien auch ausgeraubt worden. Einige Medien gaben die Zahl der Vergewaltigten mit fünf an.

Die Hotelanlage liegt in Punta Diamante in den südöstlichen Vororten Acapulcos nahe dem internationalen Flughafen der Pazifikmetropole. Wegen eines verlängerten Wochenendes anlässlich des mexikanischen Verfassungstags am Dienstag waren die Hotels dort zu 90 Prozent belegt.

Behörden wiegeln ab

Das 400 Kilometer südlich von Mexiko-Stadt gelegene Acapulco ist seit Jahrzehnten eines der beliebtesten mexikanischen Reiseziele. In den 1950er-Jahren ein Treffpunkt der Hollywood-Prominenz, ist es heute vor allem Ziel des einheimischen Massentourismus. In den vergangenen Jahren kamen beim Drogenkrieg im Staat Guerrero unzählige Menschen ums Leben. Die Behörden versicherten, die Lage habe sich in den vergangenen Monaten gebessert. In vielen Gemeinden sind Bürgerwehren entstanden, die als "Gemeindepolizei" auf eigene Faust für Recht und Ordnung sorgen wollen. (APA, 5.2.2013)

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