Gema und Youtube suchen gütliche Lösung

5. Februar 2013, 10:51
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Über Höhe der prozentualen Vergütung herrsche bereits Einigung

Seit Jahren streiten die deutsche Verwertungsgesellschaft Gema und die zu Google-Plattform Youtube über Vergütungen für das Abrufen von Youtube-Inhalten. Erst vor kurzem hat die Gema zudem eine Klage gegen die Youtube-Sperrtafeln angestrengt.

Gema gegen Sperrtafeln

Gema empfindet diese Sperrtafeln als Stimmungsmache, da von Youtube mehr Inhalte gesperrt werden, als von der Verwertungsgesellschaft gefordert. Wenn Youtube-Videos für den Abruf aus Österreich gesperrt seien, gehe das nicht auf die AKM zurück, erklärt die österreichische Urheberrechtsgesellschaft. Youtube kontert, die Sperrungen seien als Vorsichtsmaßnahme erforderlich, da die Gema keine Liste mit jenen Titeln zur Verfügung stelle, an denen sie Rechte beanspruche.

Annäherungen

Dennoch scheinen sich Berichten vom Wochenende zufolge die beiden Parteien anzunähern. Beide Seiten erklärten, dass über die Höhe der prozentualen Vergütung bereits Einigkeit herrsche. Hart gepokert wird allerdings weiter um die von der Gema geforderte Mindestvergütung, die bei 0,375 Cent je Aufruf liegen soll. Youtube will diesen Betrag nicht akzeptieren, da keine fest kalkulierbaren Beträge anfallen. Auch die AKM führt mit Youtube Gespräche über eine Lizenzvereinbarung für Abrufe aus Österreich, machte aber wegen laufender Verhandlungen keine Angaben über die Höhe eines Entgelts. (kat, dpa/ DER STANDARD, 5.2.2013)

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    Der Streit zwischen YouTube und der deutschen Verwertungsgesellschaft Gema könnte bald beigelegt sein.

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