Mac und iOS sollen neues Interface bekommen

5. Februar 2013, 09:18
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Nach Forstalls Abgang könnte Jonny Ive neue Wege des Designs einschlagen

Apples Benutzeroberflächen könnten schon bald einer Generalüberholung unterzogen werden, berichten US-Medien. Mit den einleitenden Worten "Die Jony Ive Ära ist angebrochen" schreibt Wired über Apples Pläne, denen zufolge die Oberflächen von iOS als auch Mac OS schon bald erneuert werden könnten.

Bisher nur kleine Updates

Gartner-Analyst Brian Blau glaubt, dass durch Jony Ives Beförderung zum Chef der Human Interface Abteilung Apple-User schon bald Neues zu sehen bekommen werden. Der Zeitpunkt wäre laut Blau ein guter, nachdem Apple in den letzten Jahren seinen Oberflächen nur kleinere bis mittelgroße Updates verpasst hat.

Neue Entwickler

Unter anderem zeige sich das an Apples Job-Ausschreibungen, die einen Bedarf an Software-Entwicklern für die iLife-Suite widerspiegeln. In den Ausschreibungen werden Cocoa-Entwickler gesucht, die einen neuen Ansatz in der Entwicklung und Funktionsweise von Benutzeroberflächen mitbringen. Auch für Apples Spracherkennungssoftware Siri werden Entwickler gesucht, die dem digitalen Assistenten einen neuen Charakter verleihen sollen. Zudem gibt es noch weitere Ausschreibungen, darunter für die Entwicklung neuer APIs und Frameworks. Dies alles lässt Wired und Analysten vermuten, dass eine Generalüberholung der iOS-Plattform im Gange ist.

Mehr Flexibilität

Eine völlige Neugestaltung sei nicht nur schwierig und kaum in kurzer Zeit zu schaffen, sondern auch angesichts des Umgangs der Entwickler mit der Plattform nur schrittweise möglich. Was laut Blau aber durchaus kommen könnte, sind zusätzliche Features und Funktionen, die der iOS-Plattform mehr Flexibilität, Benutzerfreundlichkeit und bessere Performance verleihen.

iOS und Mac OS rücken näher zusammen

Craid Federighi, der seit Scott Forstalls Abgang die iOS und OS X Entwicklung leitet, soll dabei die technische Seite umsetzen, während Jony Ive die Implementierung des Designs und sämtlicher Oberflächen übernimmt. Dies könnte zur Folge haben, dass iOS und Mac OS in Zukunft noch näher zusammenrücken. Seit der Etablierung von iOS im Jahr 2007 hat Apple zwar die Oberfläche sukzessive verbessert, die Änderungen sind allerdings eher detailgetreuer Natur, während das grobe Aussehen des Systems selbst über die Jahre hinweg unverändert blieb.

Neue Generation

Mit den Änderungen könnten auch Forstalls skeuomorphe Designs verschwinden, die Materialien aus der realen Welt in die Benutzeroberflächen gebracht haben. Diese seien "Metaphern aus der Vergangenheit", die nach und nach durch Ives saubere und klare Linien im Design ersetzt werden könnten. Sämtliche Texturen, die Leder, Papier oder Stoffe imitieren sollten, würden damit verschwinden. Positiv könnte das vor allem für eine neue Generation an Touch-Device-Usern werden, die mit diesen Metaphern wenig anfangen können, zumal sie beispielsweise Plattenspieler oder CD-Spieler nicht mehr aus ihrer realen Umgebung kennen und die immer noch Verwendung in den Musik-Playern von Apple finden. (red, derStandard.at, 5.2.2013)

Links:

Wired

Apple

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    Für Mac- und iOS-User könnten neue Oberflächen kommen

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