Stadt Klagenfurt verzichtet in Causa Jost auf Berufung

4. Februar 2013, 19:22
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FPK wollte berufen, blitzte aber bei anderen Parteien ab

Klagenfurt - Die Stadt Klagenfurt wird im Arbeitsgerichtsprozess gegen den suspendierten Magistratsdirektor Peter Jost nicht berufen. Das wurde heute in einer Sondersitzung des Stadtsenats beschlossen, den SPÖ, ÖVP und Grüne beantragt hatten. Die FPK mit ihrem Bürgermeister Christian Scheider wollte unbedingt berufen, blitzte aber bei den anderen Parteien ab, die Kostengründe ins Treffen führten.

Der 2010 suspendierte Magistratsdirektor war vom Arbeitsgericht voll rehabilitiert worden. Er hatte gegen seine von allen Parteien betriebene Suspendierung und die damit verbundene Gehaltskürzung und Zulagenstreichung geklagt. Das Gericht sprach ihm das seit seiner Suspendierung zustehende Gehalt samt Zinsen und Verfahrenskosten zu. Jetzt müsste Jost auch wieder in den Dienst der Stadt aufgenommen werden. Wenn nicht, könnte er als weißer Elefant um rund 10.000 Euro monatlich spazieren gehen. Welche Verwendung er nunmehr im Klagenfurter Rathaus finden wird, ist noch offen. Denn sein ehemaliger Posten ist mittlerweile mit einer Frau besetzt worden.

Die FPK beziffert die bisherigen Kosten des Jost-Verfahrens mit rund 251.000 Euro. Jetzt werde die Disziplinarkommission der Landeshauptstadt unverzüglich zusammentreten, teilte deren Vorsitzender mit. Jetzt gelte es zu klären, ob sich Jost disziplinarrechtliche Vergehen habe zuschulden kommen lassen. (stein, DER STANDARD, 5.2.2013)

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