Sozialberufe bekommen 2,75 Prozent mehr

5. Februar 2013, 00:01
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Einigung bei Kollektivvertragsverhandlungen - Erstmals Pflegekarenz verankert - Gewerkschaft sieht "brauchbaren Kompromiss" - Verband: "Moderater Abschluss"

Wien - Die erste Kollektivvertragsrunde für die Beschäftigten aus dem privaten Sozial- und Gesundheitsbereich - betroffen sind rund 120.000 Arbeitnehmer - hat am späten Montagabend mit einer Einigung geendet. Es gibt Einkommenserhöhungen um 2,75 Prozent (Ist-Erhöhung 2,7 Prozent), teilten Gewerkschaft und der Arbeitgeberverband Sozialwirtschaft Österreich der APA mit. Die Erhöhung gilt für die Kollektivverträge von Caritas, Diakonie und den BAGS-KV.

Mit den Verhandlungen wurde erstmalig in Österreich eine Pflegekarenz im Kollektivvertrag verankert. Bei dieser entfällt das Entgelt, allerdings sollen Pflegezeiten bei Urlaub und Gehaltsvorrückungen berücksichtigt werden. Auch wurde die Schulsozialarbeit im Kollektivvertrag neu geregelt, hieß es.

Der Verhandler für die Gewerkschaft (GPA-dpj), Reinhard Bödenauer, bezeichnete die Verhandlungen als "ziemlich schwierig und emotional", die Hoffnungen von zuvor 3,7 Prozent seien nicht erfüllt worden. Es handle sich in Anbetracht der finanziellen Situation in einigen Bundesländern um einen "brauchbaren Kompromiss". Bei den Übergangsregelungen in Kärnten, der Steiermark und dem Burgenland, wo bisher teils unter Kollektivvertrag gezahlt wurde, sei sogar ein mehr als dreiprozentiges Plus herausgekommen.

Von der Sozialwirtschaft Österreich hieß es, man hoffe, man könne das Ergebnis auch finanzieren, aus einigen Ländern und aus dem Bund habe es noch keine entsprechenden Zusagen gegeben. Es handle sich aber um einen "moderaten Abschluss" im Verhältnis zu anderen Branchen. Er hoffe darum auf Verständnis der Fördergeber, sagte Verbands-Vorstandschef Wolfgang Gruber. (APA, 4.2.2013)

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