800.000 Euro für Experten

4. Februar 2013, 18:36
32 Postings

Salzburg spart gemäß politischen Kräfteverhältnissen

Salzburg - Verglichen etwa mit den vom Land Salzburg abgeschlossenen Geschäften in türkischer Lira von über 400 Millionen Euro ist die Summe eine Bagatelle. Trotzdem sind 800.000 Euro für das Salzburger Budget eine Belastung. In etwa diese Summe muss das Land - vorerst - für jene Experten ausgeben, die helfen sollen, das Finanzchaos zu bewältigen.

16.000 Euro monatlich brutto erhält der Dekan der juridischen Fakultät Linz, Meinhard Lukas, für die Beratung beim Ausstieg aus den Risikogeschäften. Gleich viel nur ohne Umsatzsteuer - also 13.333 Euro monatlich - erhält der ehemalige Geschäftsführer der Wirtschaftsprüfungsfirma KPMG, Walter Knirsch, für die Mitarbeit an der Neuorganisation der Finanzabteilung. Die Verträge der beiden sind auf sechs Monate befristet. Dazu kommen die Honorare für die Wertpapierfirma Ithuba, die neben der Statuserhebung auch den Abbau des Portfolios betreut, und für die Fachleute von Pricewaterhouse Coopers, die derzeit die Buchhaltung des Wohnbaufonds untersuchen.

Sparmaßnahmen

Da die 800.000 Euro nicht im Budget enthalten sind, müssen sie einspart werden. Dies soll nicht etwa nach inhaltlichen Prioritäten sondern einfach äquivalent zum Kräfteverhältnis in der Landesregierung erfolgen.

Also vier Teile oder rund 460.000 müssen die roten Ressorts und drei Teile oder 340.000 Euro müssen die ÖVP geführten Ressorts beisteuern. (neu, DER STANDARD, 5.2.2013)

Share if you care.