Startup umgeht IPO-Verbot in China - Anteilsverkauf im Internet

4. Februar 2013, 17:16
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Seit Oktober genehmigen die chinesischen Regulierer keine Börsengänge mehr

Der chinesische Geschäftsmann Zhu Jiang hat einen ganz neuen Weg beschritten, um an frisches Geld für sein neues Unternehmen zu kommen. Angesichts des derzeitigen Verbots von Börsengängen in China verkaufte Zhu am Montag Anteile an seinem Medien-Startup Makev über die Shopping-Internetseite Taobao.com.

"Wir können es uns nicht erlauben, uns in einer langen Schlange für Finanzierungs-Genehmigungen anzustellen, und es besteht nur eine geringe Chance, von den Banken Geld zu bekommen. Deswegen ist dies eine gute Lösung", sagte Zhu. Innerhalb von Stunden verkaufte Zhu Makev-Anteile an etwa 1000 Investoren und sammelte damit die benötigten umgerechnet rund 140.000 Euro ein. Dann stoppte Taobao-Betreiber Alibaba die Aktion mit der Begründung, entsprechende Auktionen nicht vornehmen zu dürfen.

Seit Oktober genehmigen die chinesischen Regulierer keine Börsengänge mehr, um die stark schwankenden Aktienmärkte zu stabilisieren. Dies soll noch bis März andauern. Taobao ist Chinas größte Online-Handelsplattform mit nahezu 500 Millionen registrierten Nutzern und mehr als 800 Millionen Produktangeboten.(APA, 04.02.2013)

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