Rekord, Schnee und Regen

Kolumne4. Februar 2013, 17:07
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Es gibt schon einen Beleg dafür, dass die WM die beste aller bisherigen Zeiten wird. Zumindest in quantitativer Hinsicht. 253 Skifahrerinnen und 356 Skifahrer aus 69 Nationen haben gemeldet, womit der bisherige Rekord von Garmisch 2011 übertroffen ist. Abgesehen davon sorgt Regen, wie bei der letztlich gelungenen 82er-WM in Schladming reichlich gefallen, für Verdruss in einem Wintersportort. Er nagt an den Pisten, sorgt für Gatsch und entzaubert den Winter.

Aber auch Schnee kann bisweilen ganz schön lästig sein in einem Wintersportort. Und zwar dann, wenn er so gemein ist, sich auf aufwändig präparierte Rennpisten fallen zu lassen, wie er das von Samstag bis Montagnachmittag anlässlich der 13er-WM in Schladming getan hat. Von wegen grüne WM. Bis zu 50 Zentimeter Neuschnee lagen auf der Planai, diesen galt es zu entfernen bis zum Super-G der Damen am Dienstag. Das verursacht einen Mehraufwand an Personal und Maschinen, schlägt sich also im Budget ausgabenseitig nieder. Auch die Produktion von Kunstschnee kostet Geld, aber der hat den großen Vorteil, dass er nicht fällt, wenn er nicht fallen soll.

Am späten Nachmittag kam dann der Verdruss in die Stadt, ging der Schneefall in Regen über. Das ist ein gutes Omen. (Benno Zelsacher, DER STANDARD, 5.2.2013)

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