DNA-Spur: Mordfall aus dem Jahr 1986 wird noch einmal geprüft

4. Februar 2013, 14:35
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Verdächtige und Kontaktpersonen ausgeschlossen

Mondsee/Wels - Mehr als 25 Jahre nach dem Mord an einer 17-jährigen Oberösterreicherin könnte eine DNA-Spur die Ermittler doch noch weiterbringen. Abgleiche mit Verdächtigen oder Personen, die mit dem späteren Opfer Kontakt hatten, führten vorerst zwar nicht zum Erfolg. Aber nun beschäftige sich ein Sachbearbeiter der Polizei noch einmal mit dem Fall, um etwaige weitere Verdächtige ausfindig zu machen, berichtete die Staatsanwaltschaft Wels der APA am Montag.

Cold-Case-Ermittlungen führten durch die immer besser werdenden DNA-Analysen zuletzt immer wieder zu neuen Ansätzen für die Polizei - etwa bei einer vor 20 Jahren getöteten Kellnerin eines Linzer Spielsalons, deren mutmaßlicher Mörder Ende 2012 gefasst wurde. Es handle sich daher auch im Fall der 17-jährigen Vöcklabruckerin um "keine Sensation", gab man sich bei der Staatsanwaltschaft vorsichtig.

Dennoch sind die Ermittler in dem Fall aus dem Jahr 1986 einen Schritt weitergekommen: Zehn Personen wurden getestet und als Täter ausgeschlossen. Unter ihnen seien aber nicht nur Verdächtige gewesen, sondern auch "Menschen, von denen man weiß, dass sie es sicher nicht waren, die aber Kontakt zu dem Opfer hatten", so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Auch wenn bisher kein Treffer erzielt wurde, hat man die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Der Akt wird bei der Polizei ein weiteres Mal unter die Lupe genommen. Tauchen neue Verdächtige auf, kann man sie nun mittels DNA überführen oder entlasten.

Der Fall hatte im November 1986 für Aufsehen in Oberösterreich gesorgt: Die 17-jährige Vöcklabruckerin war in der Früh auf dem Weg von ihrem Zuhause zur 100 Meter entfernten Bushaltestelle spurlos verschwunden. Rund zehn Tage später wurde die Leiche des Mädchens am Ufer des Mondsees entdeckt. Der in zwei Plastikplanen gewickelte, teilweise entkleidete Körper lag im rund 30 Zentimeter tiefen Wasser. (APA, 4.2.2013)

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