Das Hotelzimmer der Zukunft

Ansichtssache4. Februar 2013, 14:23
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Auf der FITUR (International Tourism Fair in Spain) wurde das Hotelzimmer der Zukunft präsentiert. Interaktivität ist ein wesentlicher Bestandteil

Auf der internationallen Tourismusmesse in Spanien (FITUR) wurde eine Idee präsentiert die zeigt, wie wir in Zukunft auf Reisen untergebracht sein könnten. Das "Instituto Tecnológico Hotelereo" (ITH) hat gemeinsam mit den SerranoBrothers, einem anerkannten Team von Innendesignern aus Spanien und großen Markenherstellern aus der Computer- und Technikwelt, einen Entwurf präsentiert, der den Begriff "Hotelzimmer" völlig neu definiert. Anhand von Videos und Fotos wurde die Idee eines futuristischen Hotelraumes vorgestellt.

Die neuesten Technologien finden darin nicht nur Platz, sie sind sogar Hauptbestandteil des Entwurfs. Führende Weltmarken aus der Computer- und HiFi-Branche zeigten darin, was möglich ist. Das Zimmer ist vom Boden bis zu Decke voll mit Software, Apps, Gadgets. Der Gast bedient Tablets, wischt über die Zimmerwand, um sich nach dem Wetter zu erkundigen und wirft per Eingabe ein Auge auf die Außenwelt. Wenn auch das Zimmer selber nur in Form von Computergrafiken zu begutachten war, so konnten zumindest die darin angewandten Technologien wie Fernseher, Tablets und Softwareprodukte vor Ort begutachtet werden.

Mittendrin im Informationswürfel

Kein Gedanke mehr über Ebook-Reader im Nachtkästchen oder eine Ladestation für den iPod. Stattdessen wird der Gast zum Bestandteil einer technologisierten Superwelt. Die Mauern sind "keine Grenzen mehr", sie sind intelligente Wände die Informationen liefern, die antworten und die verbinden. Der Fernseher ist das neue Hotelfenster. Der Gast bestimmt, wie er das Zimmer nutzen möchte: als Arbeitsraum oder als Schlafzimmer. Er bestimmt auch darüber, ob er lieber ganz privat sein oder in Verbindung mit der Außenwelt treten will. Das Wetter liest man von der Zimmerwand, am Boden bekommt man einen Hinweis auf den nächsten Termin und den Sonnenaufgang läßt man sich vom digitalen Auge morgens ans Bett zaubern. Wen die Sehnsucht nach der Familie quält, kann sich nach Lust und Laune Fotos an die Zimmerwand laden. Und wem es mit dem Zimmernachbarn reicht, der verdunkelt einfach das Glas und hat Ruhe.

Die Technologien sind bereits vorhanden, den Umgang damit haben wir gelernt, die Materialien für das Hotelzimmer der Zukunft gibt es schon. Jetzt müsste es nur noch gebaut werden. Die Frage bleibt, ob man Teil einer Welt aus Apps und Gadgets sein möchte und ob eine sprechender Zimmerwand den Plausch mit den Damen und Herren an der Rezeption ersetzen können. (red, derStandard.at, 4.2.2013)

Informationen:

FITUR

SerranoBrothers

Instituto Tecnológico Hotelereo

foto: serranobrothers
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