"Kunst hat Recht": Lizenzgebühren für eingebettete Videos?

4. Februar 2013, 10:46
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Die Initiatoren wollen bei YouTube und AKM nachfragen

Abgesehen von der Festplattenabgabe, für die "Kunst hat Recht" seit geraumer Zeit eintritt, hat die Initiative österreichischer KünstlerInnen auch noch andere "Internet-Themen" im Visier. Dies lässt sich sehr einfach beobachten, wenn man dem Twitter-Account der Initiative folgt.

Einbettung von Videos

Dort diskutieren die Initiatoren regelmäßig mit anderen Twitter-Usern über urheberrechtsrelevante Themen und versuchen, den Usern ihre eigene Position näher zu bringen. So hat Twitter-User @danimrich "Kunst hat Recht" gefragt, ob man für die Einbettung von YouTube-Videos in einem Blog oder einer Website eine AKM-Lizenz brauchen würde. Die AKM ist eine der deutschen GEMA ähnliche Verwertungsgesellschaft für Autoren, Komponisten und Verleger.

"Prinzipiell" ja, wenn direkte Einbettung

Einige Tage später antwortete "Kunst hat Recht" relativ unsicher. "Prinzipiell" würde man diese brauchen, sofern es sich nicht um bloße Links handelt. Auf Nummer sicher wolle man gehen, indem man direkt bei YouTube oder der AKM nachfragt. 

Abklärung bei Google

Interessant wäre vor allem die Fragestellung, so @danimrich, welche Voraussetzungen für eine AKM-Lizenz gegeben sein müssten. Beispielsweise, ob das vom Serverstandort, dem Ort des Betreibers oder dem Ort des Sehers abhängt. Zudem wäre es interessant, ob nur Besucher aus Österreich gezählt werden könnten und wie man diese Klicks prinzipiell auswerten könnte. Die Initiative will nun anscheinend direkt bei Googles Video-Service YouTube klären, inwieweit eine AKM-Lizenz dafür in Frage kommen könnte, und eine Antwort präsentieren. (iw, derStandard.at, 4.2.2013)

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