Hitachi senkt Gewinnprognose wegen schwacher Erholung in Europa

4. Februar 2013, 09:02
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Rückgang des Betriebsgewinns um fast 30 Prozent

Wegen der nur langsamen Konjunkturerholung in Europa hat der japanische Elektronikkonzern Hitachi seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr bis Ende März gesenkt. Der operative Gewinn werde mit 420 Milliarden Yen (33 Milliarden Euro) rund 13 Prozent niedriger ausfallen als bislang erwartet, teilte Hitachi am Montag mit. Auch die schwächer als gedachte Entwicklung in Schwellenländer war Grund für die Senkung der Prognose. Für das abgelaufene dritte Geschäftsquartal wies Hitachi einen Rückgang des Betriebsgewinns um fast 30 Prozent aus auf umgerechnet 541 Millionen Euro. Damit verfehlte Hitachi die Erwartungen der Analysten. 

Wachstumsabschwächung in Schwellenländern

"Das Geschäftsumfeld wird voraussichtlich ungewiss bleiben, dazu zählt nicht nur die sich hinziehende europäische Wirtschaftsflaute, sondern auch die Wachstumsabschwächung in Schwellenländern, darunter China und Indien", teilte Hitachi mit. Die Japaner haben eine breite Produktpalette, die von Leuchtmitteln bis hin zu Atomkraftwerken reicht. Positiv abheben kann sich offenbar das Chipgeschäft: Weltweit sei voraussichtlich eine steigende Nachfrage nach Hitachi-Halbleitern zu erwarten, erklärte das Unternehmen. 

Niedrigere Gewinnmargen als Rivalen

Der größte Industriekonzern Japans, zu dem rund 900 Firmen gehören, befindet sich in einem tiefgreifenden Umbau, seitdem er vor einiger Zeit einen der größten Verluste der japanischen Firmengeschichte angehäuft hatte. Hitachi orientiert sich nun auch mehr in Richtung ausländische Märkte. Erst im Oktober investierte Hitachi 1,1 Milliarden Dollar in ein britisches Atomprojekt. Hitachi konkurriert mit General Electric aus den USA oder mit Siemens. Die japanischen Anbieter kommen auf deutlich niedrigere Gewinnmargen als ihre Rivalen. (APA, 4.2.2013)

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