Nach Säureattacke: Chef des Bolschoi-Balletts verlässt Krankenhaus

4. Februar 2013, 08:01
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Er fliegt zur weiteren Behandlung nach Deutschland

Moskau - Nach einer Säureattacke auf sein Gesicht hat der Leiter des russischen Bolschoi-Balletts, Sergej Filin, am Montag das Krankenhaus in Moskau verlassen, um zur weiteren Behandlung nach Deutschland zu fliegen.

Fernsehbilder zeigten am Morgen, wie der 42-Jährige mit einer Sonnenbrille über den Augen in Begleitung seiner Ehefrau aus der Klinik kam. "Ich fühle mich gut, ich würde sogar sagen, hervorragend - wenn ich nur ein bisschen besser sehen könnte", sagte Filin. Sein Blick sei "neblig und verschwommen".

Säure ins Gesicht geschüttet

Ein Unbekannter hatte dem künstlerischen Leiter des berühmten Balletts Mitte Januar Säure ins Gesicht geschüttet. Der ehemalige Weltklassetänzer wurde mit Verätzungen dritten Grades im Gesicht und an den Augen in ein Moskauer Krankenhaus gebracht. Nach mehreren Eingriffen bestätigte das Krankenhaus, dass er sein Augenlicht behalten werde.

Filin soll in Aachen in Deutschland weiterbehandelt werden. Die Polizei vermutet berufliche Motive hinter der Tat. Festnahmen gibt es bisher keine. (APA, 4.2.2013)

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