Österreicher nach Schießerei in Zürich festgenommen

2. Februar 2013, 21:42
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47-Jähriger schoss auf Polizisten - Hintergründe unklar

Zürich/Wien - Ein 47-jähriger Österreicher, der am Samstagmorgen im Raum Zürich mehrere Schüsse auf Polizisten abgefeuert haben soll, ist am Abend festgenommen worden. Der mutmaßliche Schütze war der Polizei wegen verschiedener Straftaten bekannt.

Der festgenommene Österreicher lebt im Raum Zürich, wie ein Sprecher der Kantonspolizei zu einer Mitteilung sagte. In einer Großfahndung war nach dem Mann gesucht worden.

Alles begann nach Angaben der Zürcher Stadtpolizei am Samstag kurz vor 7.30 Uhr bei einer Tram- und Bushaltestelle in Zürich-Seebach, ungefähr sechs Kilometer vom Ort der Festnahme entfernt.

Kein Fahrschein

Die Polizei war zu der Bushaltestelle gerufen worden, um die Identität eines unbekannten Buspassagiers abzuklären und traf vor Ort mehrere Buskontrolleure und diesen Mann an. Wie Radio 24 meldete, soll der Fahrgast kein gültiges Billett gehabt haben. Als dieser die Polizisten sah, ergriff er sofort die Flucht.

Die Polizisten nahmen zu Fuß die Verfolgung auf. Laut bisherigen Erkenntnissen drehte sich der Flüchtende in der Folge um und schoss mit einer Faustfeuerwaffe in Richtung der Beamten.

Diese konnten sich in Deckung bringen und wurden nicht getroffen. Ein an der Haltestelle stehender Bus wurde jedoch von einem Projektil getroffen. Der Chauffeur blieb aber wie die Polizisten unverletzt. Der Schütze lief in Richtung Katzenbach weiter.

Kurze Zeit später wollte eine Patrouille beim Schwimmbad Seebach den Verdächtigen kontrollieren. Daraufhin gab der Mann mehrere Schüsse in Richtung der Polizisten ab und türmte erneut. Die Polizisten wurden nicht verletzt.

Kurz vor 9 Uhr meldete sich eine Rentnerin aus dem Quartier und gab an, an ihrem Wohnort von einem Unbekannten überfallen und mit einer Waffe bedroht worden zu sein. Mit ihrem Fahrrad sei der Täter dann geflüchtet.

Die Kantonspolizei hatte am frühen Abend ein Foto und den Namen des mutmaßlichen Schützen veröffentlicht, aber davor gewarnt, ihn anzuhalten: Es sei davon auszugehen, dass der Österreicher die Waffe immer noch bei sich habe und von ihr Gebrauch mache, schrieb sie. (APA, 2.2.2013)

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