McAfee warnt vor Spionage-Trojaner "Citadel"

2. Februar 2013, 10:04
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Programm gezielt für Angriffe auf Behörden und Unternehmen eingesetzt

Der Hersteller von Anti-Viren-Software McAfee warnt vor einem neuen Trojaner. Das Programm mit dem Namen "Citadel" werde gezielt für Angriffe auf Behörden und Unternehmen eingesetzt, schrieb McAfee-Experte Ryan Sherstobitoff in einem am Freitag veröffentlichten Bericht.

"Kann praktisch alles sammeln"

Mit "Citadel" würden es Kriminelle darauf anlegen, Zugangsdaten zu internen Systemen oder Produktionsstätten von betroffenen Firmen auszuspähen. "Diese Malware kann von einem infizierten Rechner praktisch alles sammeln", heißt es in dem Bericht. Den Nachforschungen zufolge wird der Trojaner selten, aber gezielt eingesetzt, unter anderem in Polen, Spanien und Deutschland. Das Programm gelte als nicht mehr auf dem Schwarzmarkt erhältlich, doch McAfee rechnet künftig mit neuen Variationen.

Operation "Roter Oktober"

Vor zwei Wochen hatten Sicherheitsexperten des Antivirus-Anbieters Kaspersky einen großangelegten Spionage-Angriff aufgedeckt, den sie "Operation Roter Oktober" tauften. Auch hier hatten es die Angreifer auf persönliche Daten abgesehen. Betroffen gewesen seien vor allem diplomatische Vertretungen, Regierungsorganisationen und Forschungsinstitute in Osteuropa und Zentralasien. (APA, 2.2.2013)

  • Trojaner Citadel hat es vor allem auf Behörden und Unternehmen abgesehen.
    foto: apa

    Trojaner Citadel hat es vor allem auf Behörden und Unternehmen abgesehen.

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