Zeitung: USA geben Israel grünes Licht für neue Angriffe in Syrien

2. Februar 2013, 10:04
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"The Times": Washington auch zu eigenen Einsätzen bereit - US-Verteidigungsminister Panetta will moderne Waffen sichern

Jerusalem/Damaskus - Die USA haben Israel einem unbestätigten Bericht der Zeitung "The Times" zufolge grünes Licht für weitere Luftangriffe in Syrien gegeben. Amerika sei auch selbst zu solchen Einsätzen in Syrien in der Region von Aleppo bereit, sollten die gegen das Assad-Regime kämpfenden Rebellen versuchen, Massenvernichtungswaffen unter ihre Kontrolle zu bringen, berichteten israelische Medien am Samstag unter Berufung auf die britische Zeitung weiter. Die "Times" zitierte zwei ungenannte westliche Geheimdienstmitarbeiter.

US-Verteidigungsminister Leon Panetta zeigte sich unterdessen zunehmend besorgt, dass durch den Bürgerkrieg in Syrien moderne Waffen in die Hände der Hisbollah-Miliz im Libanon fallen könnten. Das "Chaos" in Syrien habe eine Lage geschaffen, in der Waffen leicht über die Grenze in den Libanon gelangen könnten, sagte Panetta am Freitag in einem Interview der Nachrichtenagentur AFP.

Panetta will Waffen sichern

Zu dem israelischen Angriff in Syrien Mitte der Woche sagte Panetta, die USA unterstützen jegliche möglichen Schritte um sicherzustellen, dass moderne Waffen wie Boden-Luft-Raketen oder chemische Waffen "nicht in die Hände von Terroristen fallen".

Zuvor hatte ein US-Vertreter gesagt, der israelische Angriff in Syrien habe sich gegen Boden-Luft-Raketen und einen nahegelegenen Militärkomplex in einem Vorort von Damaskus gerichtet. Die israelische Luftwaffe habe Boden-Luft-Raketen auf Lastwagen angegriffen, da Israel einen Transport der Waffen zur libanesischen Hisbollah-Miliz befürchtet habe. Zudem sei ein angrenzender Militärkomplex bombardiert worden, in dem sich möglicherweise Chemikalien befunden hätten, sagte der US-Vertreter.

Die syrische Armee hatte Israel vorgeworfen, am Mittwoch ein militärisches Forschungszentrum in der Ortschaft Jamraya nördlich von Damaskus angegriffen zu haben. Israel äußerte sich nicht zu den Vorwürfen. Die israelische Regierung hatte sich in der Vergangenheit wiederholt besorgt darüber gezeigt, dass Chemiewaffen aus syrischen Beständen in die Hände der mit der Regierung in Damaskus verbündeten Hisbollah geraten könnten. (APA, 2.2.2013)

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